Schwimm-EM: Gold für Poewe

Wuppertal. Sarah Poewe vom SV Bayer Wuppertal hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Ungarn über 100 Meter Brust für einen goldigen Mittwoch und einen Riesenerfolg aus Wuppertaler Sicht gesorgt.

Die 29-Jährige, die am Tag zuvor Zweitschnellste im Halbfinale gewesen war und dort erstmals die Olympianorm geknackt hatte, schwamm im Finale wie befreit. Sie steigerte sich dort noch einmal um fast eine halbe Sekunde und sicherte sich in starken 1:07,33 Minuten den Titel vor Jennie Johannsson aus Schweden, einer Spanierin und ihrer deutschen Konkurrentin Caroline Ruhnau (SG Essen).

So schnell war Poewe, die in London ihre vierten Olympischen Spiele bestreiten wird, zuvor ohne Wunderanzug noch nie geschwommen. Gleichzeitig war es ihrer erste Einzel-Medaille auf der langen Bahn, nachdem sie auf der kurzen 25-Meter-Bahn bereits fünfmal Europameisterin geworden war.

Mit Christian vom Lehn gibt es in Debrecen einen weiteren Finalteilnehmer aus Wuppertal. Der 20-Jährige war am Mittwoch Nachmittag im Halbfinale über seine Spezialstrecke in für ihn mäßigen 2:12, 16 Minuten Siebtschnellster. Am Donnerstag im Finale hat er aber noch die Chance, sich zu verbessern. Die Olympianorm hatte er bereits bei den Deutschen Meisterschaften erfüllt.

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