Nach Corona-Stopp und Verschiebung der Olympischen Spiele macht der Schwimmer weiter Christian vom Lehn will noch ein Jahr dranhängen

Wuppertal · Nach Corona-Stopp und Verschiebung der Olympischen Spiele macht der Schwimmer weiter, falls die Bundeswehr als sein derzeitiger Arbeitgeber mitspielt.

 Christian vom Lehn wartet auf das okay der Bundeswehr für ein weiteres Jahr Leistungssport.

Christian vom Lehn wartet auf das okay der Bundeswehr für ein weiteres Jahr Leistungssport.

Foto: Fries, Stefan (fri)

Eigentlich sollte 2020 das letzte Jahr im Hochleistungssport für Christian vom Lehn werden. 28 Jahre, die er im April alt geworden ist, gilt in Schwimmerkreises bereits als gesetztes Alter. Nach vielen verletzungsbedingten Tiefschlägen wollte das Ass des SV Bayer Wuppertal aber noch einmal an seine Glanzzeiten anknüpfen und eventuell den Sprung zu seinen dritten Olympischen Spielen schaffen. Doch die Corona-Pandemie hat auch für vom Lehn viel verändert. Die Spiele in Tokio, für die sich der Spezialist über 100 Meter Brust noch hätte qualifizieren müssen, sind auf 2021 verschoben und so kann sich von Lehn nun gut vorstellen, noch ein Jahr dran zu hängen.

An Olympia hängt für viele Topschwimmer auch ihre Förderung, im Fall von Christian vom Lehn die Zugehörigkeit zur Bundeswehr. Die war nach dem Olympiazyklus für ihn bis 2020 begrenzt - Auftrag, trainieren und Deutschland international repräsentieren. Eine Verlängerung dieses Status’ bis 2021 wäre für vom Lehn, der neben dem Sport in Düsseldorf Kommunikations- und Multimediamanagement studiert, die Voraussetzung dafür, weiter den großen Aufwand fürs Schwimmen betreiben zu können. „Von der Bundeswehr gab es diesbezüglich noch kein eindeutiges Signal, doch im Personalplanungsgespräch hat Bundestrainer Hannes Vitense gesagt, dass er sich für seine derzeitigen Kaderschwimmer für eine Verlängerung einsetzen will. Er denkt, dass sich bis Olympia nicht viel ändern wird“, so vom Lehn. Auch Bayer-Cheftrainer Michael Bryja würde sich natürlich freuen, wenn der erfahrenste Schwimmer in seiner Trainingsgruppe noch weitermachen würde, zumal es auch menschlich hervorragend passt.

„Ich warte die Entscheidung der Bundeswehr natürlich ab, aber die Signale stehen auf grün“, sagt Christian vom Lehn zu einer Verlängerung seiner Karriere. Grünes Licht, wieder im Wasser trainieren zu können, haben er und die weiteren Kaderschwimmer des SV Bayer, bereits seit einigen Wochen. Wie alle anderen hatte vom Lehn inzwischen versucht, sich mit Ausdauer- und Krafttraining fit zu halten, wobei ihm Krafttraining besonders Spaß macht. Aber es sei auch schön, wieder ins Becken springen zu können.

(gh)