Sascha Bornschein nicht mehr Trainer der BTV-Damen

Sascha Bornschein nicht mehr Trainer der BTV-Damen

Basketball-Zweitligisttrennt sich nach sieben Jahren von seinem Coach.

Wuppertal. Nach sieben erfolgreichen Jahren trennen sich zur neuen Zweitliga-Saison die Wege des Barmer TV und seines Damentrainers Sascha Bornschein. Diese Entscheidung fällte der Abteilungsvorstand um Wulf Obrig, Torsten Külpmann und Till Piontek am Samstag.

„Wir danken Sascha für seine tolle Arbeit hier“, sagte Wulf Obrig“. Es suche seinesgleichen, wie Bornschein den ehemaligen Rekordmeister aus der Bezirksliga wieder in die 2. Bundesliga geführt habe. Gerade war er dafür als Wuppertaler Trainer des Jahres 2015 ausgezeichnet worden.

„Sieben Jahre sind aber eine lange Zeit, in der sich automatisch auch Abnutzungserscheinungen zeigen“, begründete Obrig, warum der Verein für die kommende Saison neue Impulse setzen wolle. In der vergangenen Saison hatte die Chemie zwischen Mannschaft und Trainerteam nicht mehr gestimmt. Der Vorstand war sich einig, dass die Mannschaft ein größeres Potenzial besitze, als es der neunte Platz, der am Ende nach vielen enttäuschend verlaufenen Spielen heraussprang, aussage.

Die Suche nach einem neuen Trainer läuft jetzt an. Eingebunden ist auch der ehemalige Trainer der zweiten VSTV-Damen, Frank Blasczyk, der künftig als Teamkoordinator wirken soll. Obrig ist zuversichtlich, dass bis auf die Amerikanerin Liz Brown, die zurück in den USA ist, die Mannschaft zusammenbleiben wird. Die Gespräche laufen nun auf neuer Basis. Ein, zwei neue Spielerinnen soll es auch geben.

Bornschein selbst sprach von einer gemeinsamen Entscheidung. „Wir wissen, dass es in dieser Konstellation mit Trainerteam und Mannschaft nicht erfolgreicher geworden wäre und hätten uns von einigen Leistungsträgerinnen, die aus meiner Sicht nicht ihre Top-Form gezeigt haben, getrennt. Die Mannschaft braucht neue Impulse, da ist es für den Verein natürlich leichter, den Trainer auszutauschen statt ein fertiges Team.“

Für ihn komme nur ein Trainerengagement auf ähnlich hohem Niveau in Frage. Vielleicht werde er sich aber zunächst auch auf die eigene Karriere als Basketballer konzentrieren, um ambitioniert spielen zu können. Ob weiter beim BTV, ließ der 30-Jährige offen.

Vor zehn Jahren war er zunächst als Jugendtrainer zu den Barmern gekommen, hatte dann 2009 mit den zweiten Damen den Aufstieg aus der Bezirksliga geschafft und anschließend die Teams mit der damals in die Oberliga abgerutschten „Ersten“ getauscht. Nach drei Jahren gelang 2012 der Aufstieg in die Regionalliga, 2014 dann in die zweite Liga, wo das Team sensationell startete und das erste Jahr mit Platz sechs abschloss. gh

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