Wuppertaler SV: RWE - WSV: „Keine normale Regionalliga-Partie“

Wuppertaler SV : RWE - WSV: „Keine normale Regionalliga-Partie“

Am Sonntag spielt der Wuppertaler SV bei Rot-Weiss Essen (Anstoß 14 Uhr). Es werden 10 000 Zuschauer erwartet.

Wuppertal. Für Rot-Weiss Essen könnte die Saison gar nicht besser beginnen. Binnen sechs Tagen kommt es im neuen Stadion an der Hafenstraße zu zwei echten Krachern. Am Sonntag gastiert der von den Fans ungeliebte West-Rivale Wuppertaler SV in Bergeborbeck (Anstoß 14 Uhr), am nächsten Freitag dann erwartet Trainer Sven Demandt seinen früheren Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach zum Duell in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals (Anstoß 20.45 Uhr).

Ein Los, das sich RWE übrigens Ende März im Halbfinale des Niederrhein-Pokals just durch einen Erfolg beim Wuppertaler SV im Stadion am Zoo erkämpft hatte. Innerhalb von nur 17 Minuten waren 18.500 Karten für den Pokal-Schlager verkauft, teilte der Pokalsieger von 1953 über seinen Twitteraccount sowie seinen Facebook-Auftritt mit.

Zum Spiel gegen Wuppertal erwartet der deutsche Meister von 1955 am Sonntag rund 10.000 Zuschauer.

Die Euphorie nach dem 2:2 beim BVB II, in dem die Essener eigentlich als Sieger hätten vom Platz gehen müssen, ist mal wieder riesengroß. Zumal es in den 16 Monaten Amtszeit von Sven Demandt noch keine Niederlage gegen den WSV gesetzt hat. In vier Begegnungen gab es drei Siege und ein Unentschieden.

Demandt weiß um die für Fans wie Spieler immense Bedeutung dieses stets brisanten Derbys. „Das ist ein extrem wichtiges Spiel. Es ist keine normale Regionalliga-Partie. Es wird eine emotionale und intensive Auseinandersetzung“, sagte der 52-Jährige.

Personell kann er dafür aus dem Vollen schöpfen. Auch der frühere WSVer Jan-Steffen Meier hat einen Pferdekuss auskuriert. „Der Kader ist komfortabel. Nun sind wir dafür zuständig, dass der Funke überspringt. Unsere Fans sind ein Pfund. Wenn wir alle hinter uns bekommen, dann ist das ein Vorteil“, sagte der Trainer.

Einer der wenigen Zugänge Demandts ist Kai Pröger und der vom Nordost-Regionalligisten Dynamo Berlin gekommene Angreifer hat nicht lange gebraucht, um sich in die Herzen der Fans zu spielen. Mit Aggressivität und Dynamik stürzte Pröger beim Auftakt in Dortmund seine Gegenspieler immer wieder in arge Verlegenheit.

Auch die zwischen den Wuppertaler Anhängern und den Fans seines neuen Arbeitgebers bestehende Rivalität hat der 25-Jährige schnell verinnerlicht. „Derby hin, Angstgegner her. Wir werden uns gegen den WSV die Punkte zurück holen, die wir in Dortmund liegen gelassen haben. Die stehen uns zu“, sagte Pröger zuversichtlich und zeigt sich gleichzeitig hochmotiviert.

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