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RSC verliert und muss Tabellenführung abgeben

RSC verliert und muss Tabellenführung abgeben

RSC verliert zu Hause mit 2:3 und ist nicht mehr Tabellenführer.

Wuppertal. „Heute haben mir die Jungs gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt,“ strahlte Herringens Trainer Axel Hages nach dem Schlusspfiff des Topspiels der Rollhockey-Bundesliga zwischen dem RSC Cronenberg und Germania Herringen. Tatsächlich hatten die Hammer am Samstag in der Alfred-Henckels-Halle beim bisherigen Tabellenführer RSC Cronenberg nicht unverdient mit 3:2 gewonnen. Der RSC musste seine Tabellenführung an die ERG Iserlohn abgeben, die inDarmstadt mit 8:4 gewann.

Lange Zeit fanden die Cronenberger kein Mittel, um die kompakte Abwehr der Gäste zu knacken. Die ersten Chancen des Spiels hatten zwar Benni Nusch und Thomas Haupt, doch meistens war ein gegnerischer Schläger dazwischen oder der Ball wurde zur Beute des starken Herringer Keepers Maurice Michler. So kam dann Herringen durch Robin Schulz zum 1:0, nachdem RSC-Torhüter Basti Wilk zuvor noch glänzend pariert hatte.

Die großen Chance zum Ausgleich vergab Marco Bernadowitz, der mit einem Direkten (Lucas Karschau hatten nach einem bösen Foul die Blaue karten gesehen) am Herringer Keeper scheiterte. Auch die anschließende Überzahl-Vorteil konnte der RSC nicht nutzen. Im Gegenteil: Kevin Karschau fing einen Ball des RSC ab und vollstreckte den Konter zum 2:0-Pausenstand.

Mit Gewalt versuchte der RSC im zweiten Abschnitt das Spiel zu kippen, lief aber immer wieder in Konter, die Basti Wilk toll vereitelte. Fünf Minuten vor Ende leitete Marco Bernadowitz mit seinem Anschlusstreffer eine dramatische Schlussphase ein. Keine halbe Minute später stellte Herringens Kapitän Phillip Michler den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Im Gegenzug stand Jens Behrendt goldrichtig und schaffte den erneuten Anschlusstreffer. RSC-Trainer Sven Steup setzte nun alles auf eine Karte, versuchte mit fünf Feldspielern ein Powerplay. So hatten die RSC-Fans in den Schlusssekunden noch einmal den Torschrei auf den Lippen, doch der Ball wollte nicht den Weg über die Linie finden.