Rosenecker entscheidet das Derby

Rosenecker entscheidet das Derby

Fußball-Bezirksliga: Der ASV klettert nach dem 1:0 bei Union Wuppertal weiter. Linde verlässt nach Sieg den Relegationsrang.

TSV Union Wuppertal — ASV Wuppertal 0:1 (0:1). Als in der Nachspielzeit der Ball nach einem Standard gegen das Gebälk des ASV-Tores knallte, wäre beinahe der gesamte Spielverlauf auf den Kopf gestellt worden. So landete das Leder aber nicht im Tor, und der ASV gewann das Derby auf dem Hardenberg verdient. Union wehrte sich zwar nach Kräften, war aber über die gesamte Spielzeit fußballerisch unterlegen, bekam ASV-Stürmer Badreddine Derbel zudem selten in den Griff. Die Gäste gingen nach einem Missverständnis in der Union—Defensive nach 25 Minuten durch Luis Rosenecker in Führung. Unions Stürmer Salvatore Aliberti war zu oft auf sich alleine gestellt, zumal die Gastgeber den Ball in der Vorwärtsbewegung immer wieder schnell verloren. Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ der ASV beste Möglichkeiten auf die Vorentscheidung liegen. Der als Spielgestalter stark agierende Issa Issa ließ dabei seine bekannte Kaltschnäuzigkeit mehrmals vermissen. „Die Chancenverwertung war natürlich nicht gut. Auch insgesamt ist einfach noch Luft nach oben“, meinte ASV-Spielertrainer Alen Erkocevic. Mit am Ende etwas Glück rettete seine Mannschaft den Dreier aber über die Zeit.

Foto: Anna Schwartz

Für beide Mannschaften stehen schon am Mittwoch die nächsten Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Der TSV Union, der durch die Niederlage wieder auf den Relegationsplatz abrutscht, reist ins Eifgen-Stadion zum SV Wermelskirchen (Anpfiff: 19.30 Uhr). Der ASV tritt, ebenfalls um 19.30 Uhr beim Tabellennachbarn Union Velbert an. mkp

SV Jägerhaus-Linde — SSVg Velbert U 23 3:0 (0:0). Wichtiger Sieg für die Linder, die wieder an Union vorbeiziehen und auf einem Nichtabstiegsplatz stehen. Allerdings begann die Partie mit einer Schrecksekunde. Nach einem Fehler im Spielaufbau hielt Torwart Tim Fey nach 30 Sekunden aber bärenstark gegen einen Velberter Stürmer. Danach waren die Wuppertaler die deutlich bessere Mannschaft, versäumten es aber, ihre Chancen schon vor der Pause in Tore umzumünzen. Das gelang in der zweiten Hälfte dann aber umso besser. Kai Hömberg (51.) und Kevin Oehl (58.) sorgten innerhalb von sieben Minuten für eine 2:0-Führung, und als erneut Kai Hömberg eine Viertelstunde vor Schluss auf 3:0 erhöhte, war das Spiel endgültig entschieden. Linde-Trainer Carsten Tracogna war erleichtert. „Nach dem schwachen Spiel am Mittwoch war es wichtig, heute eine gute Leistung zu zeigen. Das ist der Mannschaft über 90 Minuten gelungen. Der Sieg ist absolut verdient“, freute sich der Trainer. lars

TSV Ronsdorf — SV Wermelskirchen 0:2 (0:0). Auch im Rückspiel gegen die Wermelskirchener erwischte der TSV einen gebrauchten Tag. „Uns fehlte die Frische, und wir hatten auf dem Platz einfach keine Lösung parat“, resümierte Trainer Daniel Meike. Die in den Abstiegskampf involvierten Gäste standen von Beginn an tief und ließen gegen ideenlose Ronsdorfer nichts zu. Die Zebras kamen nicht, wie gewünscht, in die Halbräume, und Chancen blieben dementsprechend auf der Strecke. Kurz nach der Pause wurden die Gastgeber nach einem Konter eiskalt erwischt: Benjamin Grgic behielt die Nerven und brachte die Gäste in Führung. Die Zebras wollten in der Folge die Aufgabe spielerisch lösen, ließen aber Tempo und Kreativität vermissen. Nach dem zweiten Kontertor durch Umut Demir (63.) verbuchten die Platzherren nur noch eine Torchance. Denis Levering traf per Freistoß aber nur das Aluminium (85.). ryz

Grün-Weiß — TuS Essen-West 0:1 (0:0). Nach der unglücklichen Niederlage von Grün-Weiß am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenzweiten 1. FC Wülfrath zeigte man auch gegen die aufstiegsambitionierten Essener eine starke Leistung und unterlag erneut mit einem Tor Differenz ganz knapp. In einem ausgeglichenen ersten Durchgang hatten die Gäste zwei ausgezeichnete Torchancen (16., 33.), die Grün-Weiß-Keeper Michael Blume bravourös entschärfte. Doch auch die Heimelf versteckte sich nicht und scheiterte zweimal durch Ioannis Siagas. Auch nach der Pause hatten die Essener die erste Chance, ehe Siagas und Liwaa Adnan Mohammed für die Wuppertaler nachlegten, jedoch ebenso wenig einen Treffer erzielten. In der 72. Minute machten es die Gäste dann besser: nach einem Freistoß von Sven Wienecke zappelte das Leder plötzlich im Netz. Trotzdem hatten die Grün-Weißen die Riesenchance zum Ausgleich (85.), als der Unparteiische nach einem Foul an Jean Louis Tavarez auf Strafstoß entschied. Mohammed knallte den Ball jedoch an den Pfosten. Er traf zwar im Nachschuss, das war aber der Regel nach nicht erlaubt. ryz

Mehr von Westdeutsche Zeitung