Rollhockey-EM: Wichardt-Festspiele eröffnet

Rollhockey-EM: Wichardt-Festspiele eröffnet

Zum Auftakt der EM in der Henckels-Halle schlug Deutschland die Schweiz mit 7:3.

Wuppertal. Dank einer überragenden Maren Wichardt feierte die deutsche Rollhockey-Nationalmannschaft am Dienstagabend in der Cronenberger Henckels-Halle einen erfolgreichen Auftakt in die Europameisterschaft. Die ehemalige RSC-Spielerin, die jüngst zur ERG Iserlohn wechselte und am Montag noch mit einer Erkältung das Bett gehütet hatte, erzielte beim 7:3 (3:2)-Sieg über die Schweiz fünf Treffer.

700 Zuschauer bereiteten der deutschen Mannschaft, aber auch den vier weiteren Nationen, im Rahmen der kurzen Eröffnungsfeier einen tollen und ohrenbetäubenden Empfang. Die Iserlohner Spielerin Laura La Rocca trug die deutsche Fahne, Kelly Heesch vom RSC Cronenberg strahlte bei ihrem EM-Debüt über das ganze Gesicht. Die „Deutschland, Deutschland“-Rufe heizten die Stimmung zusätzlich an.

Nachdem am frühen Abend Spanien beim 4:1-Sieg über Frankreich seiner Favoritenrolle gerecht wurde, waren nun die deutschen Damen am Ball.

Und die machten gegen die Schweiz gleich von Beginn an Druck. Nach einem Foul an Maren Wichardt gab es nach vier Minuten Penalty, den die agile Spielerin im Nachschuss zum 1:0 für Deutschland verwandelte. So konnte es weitergehen. Doch die Schweizerinnen schirmten ihr Tor geschickt ab. Und kamen nach sieben Minuten zum Entsetzen der Zuschauer zum Ausgleich — ebenfalls per Penalty. Doch nur eine Minute später netzte die Cronenbergerin Beata Geismann nach einem geschickten Spielzug von Kapitänin Lea Reinert zum 2:1 ein. Nach dem erneuten Schweizer Ausgleich per Penalty wurde die Partie hitziger. Pfiffe der Zuschauer mussten sich die Schiedsrichter in dieser Phase gefallen lassen. Die deutschen Damen machten weiter Druck und erneut war es Wichardt, die ihr Team mit 3:2 nach vorn brachte.

Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, erhöhte Wichardt auf 4:2. Die Schweizerinnen kamen nun kaum noch zu Torchancen. Doch wenn es ihnen gelang, dann waren sie direkt gefährlich. Aber auf die deutsche Torhüterin Christina Klein war Verlass. Ihre Mitspielerinnen versäumten es in dieser Phase jedoch, den Torvorsprung auszubauen. Dies rächte sich, als die Schweiz in der 34. Minute auf 3:4 verkürzen konnte. Doch danach spielte und traf nur noch Deutschland und siegte verdient mit 7:3.

Trainer Mike Neubauer war mit dem Spiel erleichtert. „Nach der langen Vorbereitung sind wir jetzt endlich im Turnier drin. Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft.“ Auch Maren Wichardt strahlte: „Als Einstimmungsspiel war das gut. Zwei meiner Tore sind aus Pässen, zwei aus Penaltys entstanden. Das spricht für eine tolle Mannschaftsleistung. Dass man vor viel Publikum spielt, ist toll und kommt in Deutschland nicht so oft vor. Es ist aber noch Platz in der Halle.“

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