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Rekordbeteiligung bei Rund um Wuppertal 

Laufsport : Rekordbeteiligung bei Rund um Wuppertal

Der Staffellauf über gut 100 Kilometer darf diesmal individuell über drei Wochen absolviert werden

Nicht nur in Wuppertal sind in diesem Jahr viele Laufveranstaltungen wegen Corona komplett abgesagt worden. Da kommen den Sportlern Alternativen besonders gelegen. So meldet Oliver Seyffert von der LG Wuppertal, der seit 2008 den traditionsreichen Staffellauf „Rund um Wuppertal“ mitorganisiert, für dieses Jahr eine Rekordbeteiligung. „Normal machten zuletzt 20 bis 30 Staffeln mit, bis Anfang dieser Woche haben sich für die diesmal 38. Auflage schon 40 angemeldet. Mancher Verein, der sonst mit nur einer Mannschaft am Start war, will diesmal mit drei oder vier Teams starten“, berichtet Seyffert erfreut.

Zurückzuführen ist das sicherlich auf den besonderen Modus, der in diesem Jahr Corona geschuldet ist. Normalerweise ist der Lauf auf einen Tag angelegt, an dem alle Staffeln gemeinsam in Beyenburg starten und von dort die zehn Etappen, die jeweils zwischen sechs und 15 Kilometer lang sind, unter die Füße nehmen. Nachmittags gibt es dann stets eine gemeinsame Siegerehrung.

Vom 9. bis 30. September dürfen Kilometer gesammelt werden

In diesem Jahr ist die Teilnahme dagegen komplett individuell gestaltet. So können die Teams ab kommenden Sonntag, 9. August, im Zeitraum bis zum 30. August, die Strecken laufen und dann ihre Zeiten in eine Liste eintragen. „Dass dabei jeder ehrlich ist, setze ich voraus, das ist unter den Läufern Ehrensache. Man kennt sich schließlich in der Szene“, so Seyffert. In erster Linie sei das ein Landschaftslauf für die große Lauffamilie in der Region. So nehmen regelmäßig auch Vereine und Lauftreffs aus Remscheid, Schwelm, Ennepetal und anderen Städten der Umgebung teil, die sich oft genug einfallsreiche Namen geben.

Cool Runnings Remscheid etwa, um die Bergische Lauf-Legende Arnd Bader und dessen Sohn, hat in den vergangenen Jahren auch die Asse der LG stets auf die Plätze verwiesen. Diesmal tauchen freilich auch neue Namen wie „Trotzköpfe . . . Covid trotzen“ oder die „Maskenläuferinnen“ von Rote Erde Schwelm auf.

„Es gibt auch einige Einzelläufer, die die 105 Kilometer an verschiedenen Tagen zusammenlaufen, das ist durch das Reglement natürlich begünstigt“, berichtet Seiffert.

Trophäen und Urkunden wie üblich gibt es diesmal nicht, doch am Ende soll es wieder eine Ergebnisliste geben, die von vielen stark beachtet wird. Zumindest bei den Assen läuft der Ehrgeiz immer mit. Mancher will seine Zeiten aus den Vorjahren verbessern, andere wählen für sich immer wieder eine neue Etappe. „Jede hat ihren Reiz, besonders schön finde ich aber die fünf durchs Burgholz“, so Seyffert.

Der diesjährige Modus mache es natürlich einfacher, zehn Läufer unter einen Hut zu bringen, da nicht alle an einem Tag da sein müssten. Einige Teams wollen dennoch möglicherweise ihr Pensum wieder an einem Tag abreißen. Bring- und Abholdienste müssen auch dann organisiert werden, wenn das nicht der Fall ist. In jedem Falle werden Wanderer auf der mit einem „W“ im Kreis ausgezeichneten Route in den kommenden drei Wochen wohl öfter mal von Läufern überholt werden. Eine Anmeldung ist übrigens noch bis diesen Sonntag im Internet möglich. Ein Startgeld wird diesmal nicht erhoben. gh

rund-um-wuppertal.de