Radpsort-Ass Rainer Beckers wieder „nur“ Deutscher Vizemeister

Radsport : Beckers wieder „nur“ Deutscher Vizemeister

Radsportass vom Team Donner muss sich in Görlitz mit Rang zwei begnügen.

Eine zweiter Platz bei Deutschen Meisterschaften ist aller Ehren wert. Doch ganz zufrieden war Rainer Beckers, Ass des Wuppertaler Masters-Radsporteams Adam Donner nicht, als er bei den Nationalen Titelkämpfen in Görlitz die Ehren für den Vizemeister entgegennehmen durfte. Dem 56-Jährigen, der in den vergangenen Jahren in der Seniorenklasse III bei nationalen Rennen von Sieg zu Sieg geeilt ist, fehlt damit weiterhin genau dieser Titel. Erst vor einem Jahr hatte er sich Teamkollege Andreas Vach geschlagen geben müssen. „Für Rainer zählte nur das Trikot des Deutschen Meisters“, berichtet Teamchef Michael Donner. Darauf hatte sich Beckers, der in dieser Saison bereits elf Rennen gewonnen hat, zuletzt in Holland akribisch vorbereitet.

Doch ein Augenblick der Unachtsamkeit auf der letzten von fünf schweren Runden kostete den bis dahin möglichen Sieg. Da startete Ex-Profi Heinz Häusler erfolgreich einen Ausreißversuch, den auch Beckers’ Teamkollegen Viktor Slavik (zuletzt Sieger in Bielefeld) und Thomas Maier (Sieger in Warendorf) nicht verhindern konnten. Beide waren für Beckers gefahren. Mit Dirk Trautmann, zuletzt bei mehreren Rennen erfolgreich, musste das Team Donner auf ein wichtiges Mitglied verzichten. Sein Sohn hatte am selben Tag Abiturfeier. So blieb für den sprintstarken Rainer Beckers nach Häuslers Entkommen nur noch, sich auf den Schlusssprint der Verfolger vorzubereiten. Den gewann er dann in überzeugender Manier.  Red

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