Schwimmen: NRW—Meisterschaft: Nachwuchs rettet die Bayer-Bilanz

Schwimmen : NRW—Meisterschaft: Nachwuchs rettet die Bayer-Bilanz

Schwimmen: Die Gastgeber sind bei der NRW—Meisterschaft auf der Kurzbahn stark geschwächt, aber in den Jahrgängen sehr erfolgreich.

Wuppertal. Trotz großer Personalprobleme konnte sich Gastgeber SV Bayer am Wochenende bei den NRW-Kurzbahnmeisterschaften in der Schwimmoper in der Spitze des mitgliederstärksten Landesverband behaupten. Dazu trugen vor allem die Leistungen des starken Nachwuchses bei. Im Medaillenspiegel der zweitägigen Veranstaltung belegte die SG-Bayer-Schwimmer hinter der SG Essen und der SG Dortmund Platz drei.

Ein besseres Ergebnis wäre möglich gewesen, hätte Trainer Michael Bryja reihenweise krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen gehabt. Darunter waren auch potenzielle Kandidaten auf vordere Plätze wie Jana Markgraf, Yannis Merlin Willim, Philipp Gruse und Alexander Konz. Willim und Konz traten zu Beginn noch an und konnten mit Platz drei über 200 m Brust (Willim) und Rang fünf über 100 m Lagen (Konz) zumindest einen kleinen Beitrag zum guten Abschneiden der Rutenbecker leisten.

„Ich war enttäuscht, dass sich gerade einige unserer Medaillengaranten krank abmelden mussten. Mit denen, die fit waren, bin ich jedoch sehr zufrieden“, sagte Bryja. Erfreut zeigte sich der Coach vor allem darüber, dass viele seiner Nachwuchsakteure auch für ihn überraschend ein Finale der offenen Klasse erreichten. So stand Emre Demirdas (16) in den Endläufen über 200 m Schmetterling, wo er Siebter wurde und über 200 m Freistil (Zehnter).

Die erst 14-jährige Julia Ackermann stand im Finale über 200 m Lagen, das sie als Zehnte beendete. Daneben hatte sie sich über die gleiche Strecke, sowie über 50 m Brust die Jahrgangstitel gesichert. Jahrgangsvizemeisterin wurde Ackermann zudem über 100 m und 200 m Brust.

Nicht zu erwarten war auch im Vorfeld, dass Isabelle Saß (16) und Deniz Canevi (17) ein Finale der offenen Klasse erreichten. Saß schlug hier über 100 m Lagen als Siebte an, Canevi, der zuvor den Jahrgangstitel über 50 m Freistil geholt hatte, wurde über diese Strecke im offenen Finale Neunter.

Gewohnt zuverlässig präsentierte sich Jan Delkeskamp, der neben vier Jahrgangstiteln in der offenen Klasse über 200 m Brust und 400 m Lagen jeweils die Silbermedaille gewann. Für den einzigen Titel dieser Meisterschaften sorgte, wie berichtet, Rückkehrer Christian vom Lehn, der über seine Nebenstrecke 200 m Lagen eine erfolgreiche Titelverteidigung feiern konnte. Weitere Finalteilnahmen sagte Sportsoldat vom Lehn, der zurzeit einen Feldwebellehrgang bei der Bundeswehr absolviert und nur reduziert trainieren kann, in Absprache mit Michael Bryja ab. Er will erst im Frühjahr wieder voll ins Training einsteigen und wird wohl genau wie die in Amerika studierende Theresa Michalak nicht an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin (17. bis 20. November in Berlin) teilnehmen. „Jetzt hoffe ich, dass alle, die am Wochenende fehlten, bis dahin wieder gesund werden“, sagte Bryja.