Niederrheinpokal: Kramer schießt WSV in die nächste Runde

Niederrheinpokal: Kramer schießt WSV in die nächste Pokal-Runde

Der Wuppertaler SV hat sich beim Oberligisten Bocholt mit 2:0 im Achtelfinale des Niederrhein-Pokals durchgesetzt. Eine stand goldrichtig.

Fußball-Regionalligist Wupperaler SV tanzt weiter auf zwei Hochzeiten. Im Achtelfinale des Niederrhein-Pokals nahmen die Wuppertaler am Mittwochabend die unangenehme Hürde beim Oberligisten 1\. FC Bocholt. Nach dem eher erkämpften als erspielten 2:0 (2:0) dürfen die Wuppertaler weiter davon träumen, erstmals seit 2008 wieder in den lukrativen DFB-Pokal einzuziehen, auch wenn bis dahin noch drei weitere Runden zu überstehen sind.

"Wir haben es geschafft, über 90 Minuten nicht in Gefahr zu geraten. Deshalb sind wir verdient weitergekommen", sagte Trainer Adrian Alipour.

Gegenüber dem 1:1 in Wiedenbrück hatte der WSV-Trainer seine Mannschaft auf drei Positionen in der Startelf verändert, was aber nicht mit Experimenten, sondern eher mit einigen Verletzungen zu tun hatte. So fehlten Gaetano Manno, Sechser Jan-Steffen Meier und Außenstürmer Jonas Erwig-Drüppel auch auf der Ersatzbank. Für sie rückten Gino Windmüller, Yusa Alabas und Stürmer Kamil Bednarski erstmals nach längerer Zeit wieder in die Startaufstellung. Bei Bocholt saß Ex-WSVer Florian Abel zunächst auf der Bank, was auch einiges über die Stärke des Kaders des Oberliga-Dritten aussagt.

Ungeachtet dessen hätte der Auftakt für den WSV nicht besser laufen können. Schon nach vier Minuten stach eine der großen Waffen des Regionalligisten. Einen langen Einwurf des extra dafür nach vorne geeilten Dennis Malura verlängerte Gino Windmüller per Kopf an den zweiten Pfosten, wo gleich drei WSV-Spieler standen. Wer den Ball letzten Endes über die Linie stocherte, ob Kamer, Hagemann oder Bednarski, war von außen kaum zu erkennen. Letztlich war es aber wohl Christopher Kramer. Der Torjäger vom Dienst stand dann auch kurz vor der Pause goldrichtig, als Mittelfeldmann Sascha Schünemann quasi auf der Toraußenlinie drei Bocholter ausspielte und maßgerecht in die Mitte passte.

Bis dahin hatte sich ein typischer Pokalkampf entwickelt, in dem Bocholt nach einem Flankenlauf des pfeilschnellen Rechtsaußens Daut Gergely andeutete, welche Stärken die Mannschaft hat. Gut, dass Linksaußen Nick Buijl, den Silvio Pagano im Rücken hatte laufen lassen, am zweiten Pfosten den Ball nicht richtig traf (18\.). Der WSV war bei seinen Standards am gefährlichsten. Insgesamt blieben Torchancen auf beiden Seiten bis zur Pause aber Mangelware. Da war das 2:0 schon eine gewisse Beruhigung für den Regionalligisten und gab ein sehr gutes Gefühl mit in die zweite Halbzeit

WSV-Abwehr stand
nach der Pause stabil

Dort vermittelten zunächst einmal die Gastgeber, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatten. Trainer Manuel Jara brachte für den zweiten Durchgang zwei frische Kräfte für die Offensive, und zunächst spielte sich das Geschehen auch überwiegend in der Hälfte der Wuppertaler ab. Großen Druck konnten die Bocholter dabei gegen die stabile WSV-Defensive aber kaum entwickeln und schafften es auch nicht, die gute Kulisse von rund 1000 Zuschauern (etwa 150 Wuppertaler) in Wallung zu bringen. Umgekehrt gelang es den Wuppertalern auch nicht, den Raum gegen die aufgerückten Gastgeber für gezielte Gegenangriffe zu nutzen. Letztlich spielte der WSV die Partie aber souverän zu Ende. In den letzten acht Minuten durfte Len Heinson an seiner alten Wirkungsstätte erstmals in dieser Saison in einem Pflichtspiel zum Einsatz kommen.

Der WSV kann nun in Ruhe die Auslosung des Viertelfinales abwarten, die noch nicht genau terminiert ist. Gespielt wird die Runde der letzten Acht noch in diesem Jahr.

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