Nächster Sportplatz auf dem Weg

Nächster Sportplatz auf dem Weg

Der Sportausschuss stimmt den Plänen zum Umbau der Grundstraße zu. Die Umsetzung soll möglichst bis Mitte 2020 erfolgen.

Einstimmig hat der Sportauschuss am Mittwoch die Pläne zur umfassenden Modernisierung des Sportplatzes Grundstraße an den Rat weiterverwiesen. Folgt der Rat der Empfehlung, und daran dürfte kein Zweifel bestehen, könnte es an die Detailplanung gehen und im kommenden Frühjahr der Durchführungsbeschluss zum Umbau erfolgen. Eine Inbetriebnahme der Anlage, die neben einem Kunstrasen-Fußballplatz auch eine Kunststofflaufbahn, weitere leichtathletische Anlagen sowie den Neubau eines Sportplatzhauses vorsieht, sei dann Mitte 2020 realistisch, rechnet die Sportverwaltung vor. Zum gleichen Zeitpunkt solle dann der ebenfalls stark sanierungsbedürftige Sportplatz Clausewitzstraße in der Nachbarschaft aufgegeben werden.

„Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass der Sport hier wieder ein Opfer bringt und einen Platz aufgibt“, merkte Ausschussmitglied Guido Grüning (SPD) dazu an, was allerdings an seiner und der Zustimmung der übrigen Politiker nichts änderte. Zu verlockend sind die Aussichten, eine topmoderne und neue Sportanlage zu erhalten, die auch dem Schulsport in der Nachbarschaft ganz neue Möglichkeiten und Anreize bieten soll.

Schließlich sollen von den Gesamtkosten, die das Ressorts Grünflächen und Forsten nach der Entwurfsplanung auf 2,37 Millionen Euro schätzt, 600 000 Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ finanziert werden. Das hatte der Rat bereits im vergangenen Dezember beschlossen. 765 000 Euro werden aus der Sportpauschale für die Jahre 2017 bis 2019 abgezweigt, eine Million soll aus allgemeinen Haushaltsmitteln stammen.

Wobei der Kämmerer gleichzeitig auch Einnahmen aus dem eventuellen Verkauf des Geländes an der Clausewitzstraße in Aussicht hat. Ein Vorgehen, wie man es aktuell auch beim Verkauf der Nevigeser Straße praktiziert, aus dessen Erlös die Plätze am Nocken und Stadionnebenplatz am Zoo mit Kunstrasen ausgestattet werden. Beide Plätze stehen unmittelbar vor der Fertigstellung.

Dass es in Langerfeld umgekehrt heißt, aus zwei macht eins, hält die Sportverwaltung aus Sicht der dort ansässigen Vereine für vertretbar. Der CSI Milano, der traditionell an der Grundstraße ansässig ist und derzeit über zwei Senioren- und zwei Jugendmannschaften verfügt, soll dort auch nach dem Umbau die Schlüsselgewalt behalten, während Hellas (derzeit zwei Seniorenmannschaften) von der Clausewitzstraße mit herüberziehen soll.

Die Wichlinghauser Kickers, die mit vier Jugend- und einer Seniorenmannschaft derzeit ebenfalls auf der Clausewitzstraße spielen, sollen auf dem Mallack — ihrem Ursprungsgebiet — wieder eine Heimat finden.

„Wir sind mit allen Vereinen im Gespräch. Auch mit den Sportfreunden Wichlinghausen 03, die die beiden Plätze am Mallack bespielen“, sagte Sportamtsleiter Norbert Knutzen.

Um den Sportbetrieb an der Grundstraße unabhängig von dem älteren Wohnhaustrakt, in dem auch die Kabinen untergebracht sind, zu ermöglichen, ist daneben ein neues Sportplatzhaus mit sechs Umkleiden, Duschen, und zwei Jugendräumen (für jeden Verein einen) vorgesehen. Es soll nach Abbruch der eingeschossigen Anbauten an den Altbau errichtet werden, rund 400 Quadratmeter Geschossfläche haben und geschätzt eine Million Euro kosten.

Zur Gesamtplanung gehört auch eine komplett neue Flutlichtanlage inklusive Umrüstung auf die energiesparende LED-Technik.

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