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Nach Gelb-Rot gegen Rehmes muss Vohwinkel den SV Straelen ziehen lassen

Nach Gelb-Rot gegen Rehmes muss Vohwinkel den SV Straelen ziehen lassen

Fußball-Oberligist unterlieg dem neuen Spitzenreiter mit 0:3.

Mit dem SV Straelen und seinem neuen Trainer „Didi“ Schacht stellte sich der bislang stärkste Oberligavertreter beim FSV Vohwinkel vor und entführte am Sonntag beim 3:0 (0:0) verdient drei Punkte aus der Lüntenbeck. Vor 120 Zuschauern zeigte der neue Tabellenführer über 90 Minuten, warum er an der Spitze steht und dort laut Trainer Schacht so lange wie möglich bleiben will.

Allerdings benötigten die Gäste knapp 70 Minuten, um den FSV und Keeper Asterios Karagiannis zu bezwingen. Dem ersten Treffer durch den starken und wendigen Randy Grens (67.) nach einem Aussetzer von Moritz Winter, der im Strafraum den Ball vertändelte, war allerdings nach einer Stunde die Schlüsselszene der Partie vorausgegangen: Drilon Istrefi, der mit Robin Rehmes zuvor bereits einige Male aneinandergeraten war, ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen, die das Schiedsrichtergespann aus Bocholt jedoch anders bewertete - Thomas Ulitzka zeigte beiden Akteuren gelb (58.), was sich für Rehmes in der darauffolgenden Szene bitter auswirken sollte. Fantastisch freigespielt von Dominik Heinen ließ der Vohwinkeler Mittelfeldakteur die hundertprozentige Führungschance liegen und erlaubte sich ein Frustfoul, das folgerichtig mit Gelb-Rot bestraft wurde.

Bis dahin waren zwar die Gäste das spielstärkere Team, konnten jedoch keinen Profit daraus schlagen und mussten, wie Schacht es formulierte, die Zweikampfstärke und taktische Disziplin der Vohwinkeler anerkennen. Kevin Weggen, der sich in Straelen sehr wohlzufühlen scheint, war an vielen Offensivaktionen beteiligt. Besonders in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit konnten sich die Füchse bei Keeper Karagiannis bedanken, der ein paar Mal glänzend reagierte. „Wir haben eine Stunde gut dagegen gehalten“, analysierte FSV-Coach Marc Bach. Dann kommen diese verrückten fünf Minuten, in denen Istrefi Rot hätte sehen müssen, unsere Chance zur Führung, die Ampelkarte für Robin und der individuelle Fehler in der Abwehr - und wir müssen das Lehrgeld bezahlen. Der Sieg fällt für mich ein Tor zu hoch aus.“ Tatsächlich belohnte sich Grens in der 76. Minute für seinen Aufwand mit dem 2:0, als er erneut Winter das Nachsehen gab. Nachdem Toni Zupo zuvor noch auf der Linie geklärt hatte, erhöhte Rene Jansen kurz vor Schluss auf 3:0. FSV: Karagiannis, Cansiz, Zupo, Lühr (62. Kinkler), Winter, Mambasa, Heinen (72. Lyttek), Rehmes, Kanahashi, C. Kostikidis, S. Terada (83. Seemann). SV Straelen: Ishibashi, Lenders, Hitzek, Istrefi (61. Pütz), Abdelkarim (78. Mehinovic), Grens, Kim, Vogel, Jansen, Simoes Ribeiro, Weggen. Tore: Grens 0:1 (67.), Grens 0:2 (76.), Jansen 0:3 (87.). Schiedsrichter: Thomas Ulitzka