Nach Fabischs Verletzung verliert der TVB auch das Westderby

Handball : Nach Fabischs Verletzung verliert der TVB auch das Westderby

21:23 gegen Lintfort in einer umkämpften Partie. Die Abstiegszone bleibt nahe.

Nach einer 21:23 (10:11)-Heim-Niederlage gegen den TuS Lintfort bleiben die Handballerinnen des TVB Wuppertal in den Niederungen der 2. Bundesliga. Von den formulierten Zielen der Verantwortlichen und der Mannschaft, am Ende unter den ersten Fünf der Liga zu landen, sind die Damen um Trainerin Dagmara Kowalska weit entfernt, müssen zunächst aufpassen, nicht in den Abstiegskampfs hineingezogen zu werden. Mit sechs Punkten steht der TVB nur zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

Dabei zeigten sich die Wuppertaler Handballgirls wesentlich bissiger als in der vergangenen Woche. Die Aussprache, die die Mannschaft unter der Woche mit ihrer Trainerin geführt hatte, schien Wirkung zu zeigen. Aber auch die Lintforterinnen zeigten, warum sie aktuell das bestplatzierte Westteam sind. So boten beide Teams den über 240 Zuschauern eine umkämpfte Partie.

Mit ihren defensiven 6:0-Deckungsformationen schenkten sich beide Teams nichts. Während auf Beyeröhder Seite Torhüterin Dana Centini in Bestform war und alleine in der ersten Hälfte sieben klare Chancen vereitelte, scheiterten ihre Vorderleute immer wieder am Torgebälk. Nach einem 5:1-Start (11.) sorgten zwei Treffer der Gäste in Folge für offensichtliche Verunsicherung. Ohne Centinis Paraden wären die Handballgirls womöglich da schon in Rückstand geraten.

Der Ausfall von Melina Fabisch zu Beginn der zweiten Hälfte (33.) dürfte als Knackpunkt der Partie bezeichnet werden. Die gut aufgelegte Linkshänderin, die bis dahin vier Treffer erzielt hatte, verletzte sich erneut am Daumen und dürfte länger fehlen. In der Folge zogen die Gäste auf 18:13 davon. Der TVB kämpfte sich erneut auf 18:19 heran. Doch zwei unglückliche Aktionen brachten die Gastgeberinnen erneut und nun entscheidend ins Hintertreffen.

„Meine Spielerinnen haben heute gezeigt, dass sie es können und hätten den Punkt verdient gehabt“, sagte Kowalska, die lediglich einige hektische Aktionen bemängelte. Jetzt hat die Polin durch das kommende freie Spielwochenende 14 Tage Zeit, ihre Mannschaft aufzubauen, bevor es zum Tabellenvorletzten Bremen geht. Eine Trainerdiskussion versuchten in der Halle alle zu vermeiden.

TVB: Centini, Krückemeier (n.e) – Michaelidis (n.e), Fabisch (4), Ruthenbeck (3), Hufschmidt, Bruggemann (1), Stefes (6), Szücs (3/2), Tomlik, Kamp (2), Knippert (2), Havel (n.e).

(e.ö.)
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