Nach 4:3-Sieg gegen Odenkirchen bleibt Cronenberg Aufstiegskandidat

Fußball-Landesliga : Offensivkraft des CSC entscheidet die Partie

Beim 4:3-Sieg gegen Odenkirchen kommen Stärken und Schwächen ans Licht.

Der Fußball-Landesligist Cronenberger SC hat seinen Auftakt in die Restrunde siegreich gestaltet. In einem auf Samstagabend vorgezogenen Spiel gewann der CSC in einer unterhaltsamen wie nervenaufreibenden Partie mit 4:3 (2:2) bei der SpVgg. Odenkirchen. Damit bleiben die Cronenberger auf dem zweiten Platz, einen Punkt hinter dem 1. FC Mönchengladbach, der aber ein Spiel mehr ausgetragen hat. Der TVD Velbert kam in Süchteln nicht über ein 3:3 hinaus und liegt zwei Punkte hinter dem CSC.

Trainer Peter Radojewski sprach im Vorfeld der Partie von 16 Endspielen, die seine Mannschaft im engen Aufstiegsrennen noch vor der Brust haben werde. Das erste Endspiel entschied der personell geschwächte CSC für sich und bestand damit gleichzeitig den Charaktertest, den der Trainer nach dem desaströsen 0:9 im Testspiel drei Tage zuvor bei der U23 von Fortuna Düsseldorf ausgerufen hatte.

Keine Überraschung also, dass allen Akteuren nach dem knappen Auswärtssieg in Odenkirchen ein Stein vom Herzen fiel. Die drei Punkte verdienten sich die Cronenberger vor allem mit einer Willensleistung und einer bärenstarken Offensive. „Die vorderste Front war sehr ansehnlich, wir hatten gute Passagen, haben schnell gespielt und uns gute Chancen erarbeitet“, sagte Radojewski. Früh (8.) hatte der agile Timo Leber nach prima Zuspiel von Marvin Mühlhause die CSC-Führung erzielt, doch machten die Gäste es sich in der Folge durch Unaufmerksamkeiten in der Defensive gegen einen spielerisch unterlegenen Gegner unnötig schwer.

Der Tabellensiebte aus Mönchengladbach bestrafte zunächst jeden Fehler der Gäste aus Cronenberg und führte nach 25 Minuten überraschend mit 2:1. Von ihrem Kurs ließen sich die Cronenberger dennoch nicht abbringen. Immer wieder wirbelten die präzise vorgetragenen Angriffe die Odenkirchener Defensive durch. Wichtig und zwangsläufig, dass Sercan Er kurz vor der Pause (43.) der verdiente Ausgleich gelang.

Der Kapitän ging voran und besorgte unmittelbar nach dem Seitenwechsel nach hervorragender Einzelleistung auch das 3:2 aus CSC-Sicht. Viel sprach nun für die Cronenberger, die jedoch postwendend das 3:3 kassierten - wieder unter gütiger Mithilfe der eigenen Defensive.
„Das hat schon geschmerzt. Das müssen wir wieder verändern, denn wir wirken in unserem Abwehrverhalten derzeit etwas statisch und unbeweglich“, befand Trainer Radojewski nach dem Abpfiff. Im Anschluss spielte aber nur noch der CSC, der auf das Gaspedal drückte. Zunächst wurde ein Tor von Torjäger Ercan Aydogmus vom zeitweise überforderten Schiedsrichter noch zurückgenommen, wenige Minuten später (70.) traf Aydogmus nach schöner Hereingabe von Tarkan Türkmen per Kopf aber erneut - dieses Mal zählte der Treffer, der auch den Endstand bedeutete, weil die Gäste in der Schlussviertelstunde fast alles im Griff hatten.

So machte der CSC auf der windigen Sportanlage in Mönchengladbach einen weiteren kleinen Schritt Richtung Aufstieg - der nächste soll möglichst am kommenden Sonntag im Derby gegen den FSV Vohwinkel folgen.

Cronenberger SC: Walz, Leikauf, Burghard, Schättler, Bae (46. Türkmen), Heinen, Boudeing, Er, Mühlhause, Leber, Aydogmus

(mkp)
Mehr von Westdeutsche Zeitung