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Münch-Duo glänzt, TV Beyeröhde siegt

Münch-Duo glänzt, TV Beyeröhde siegt

Erstmals wieder mit Kapitän Mandy Münch gewinnt Drittligist Beyeröhde gegen Tabellenführer Ober-Eschbach mit 32:31 und revanchiert sich für die Hinspielniederlage.

Wuppertal. Sie kam, sah und siegte: Mandy Münch (20) betrat nach einem halben Jahr Zwangspause erstmals in der 21. Spielminute wieder den Platz und hatte wesentlichen Anteil daran, dass der TV Beyeröhde den Spitzenreiter TSG Ober-Eschbach am Samstagabend in der Buschenburg mit 32:31 (17:18) besiegte.

Und das nicht nur wegen ihrer sieben Treffer — den ersten nach drei Minuten — sondern wegen ihrer Präsenz, ihrem Einsatzwillen, mit dem sie sich gleich bestens in ihr funktionierendes Team einfügte. Das begeisterte auch das sonst recht reservierte Publikum geradezu.

Selbst wenn das Spitzenspiel des Dritten gegen den Ersten der dritten Liga für den TVB verloren gegangen wäre, auf den Rängen hätte man dem Team von Meike Neitsch trotzdem verdienten Beifall gezollt, denn von der ersten bis zur letzten Minute wurde mit unbändigem Einsatzwillen gekämpft, teilweise auch sehr gut gespielt und gezeigt, dass man dem Tabellenzweiten 1. FC Köln zurecht immer näher kommt.

Tabellenführer TSG Ober-Eschbach erwies sich als körperlich robuste, spielerisch starke Einheit und trug seinen Teil zur dramaturgisch sehr guten Unterhaltung bei. Die Gäste schafften es aber nicht, Mandy Münchs glänzend aufgelegte Zwillingsschwester Sandra in den Griff zu bekommen. Die erzielte nicht nur 13 Tore, sondern vertrat auch die erkrankt am Rand mitfiebernde Vanessa Schwab bei sieben Siebenmetern (davon sechs Treffer) großartig.

Glanzpunkte setzte einmal mehr auch Torhüterin Nicole Bonna, die ihren Vorderleuten mit Klasseparaden die nötige Sicherheit gab. Überhaupt konnte sich Trainerin Meike Neitsch auf jede ihrer eingesetzten Spielerinnen verlassen.

Marieke Köhler fand nach anfänglichen Problemen bei ihren Würfen das richtige Timing und scheute die körperliche Auseinandersetzung ebenso wenig wie die vor der Abwehr agierende Laura Sosnierz oder die vornehmlich im zweiten Durchgang auf Außen eingesetzten Lotta Lorkowski und Michelle Stefes.

Es war ein jederzeit rassiges Kampfspiel, in dem die Führung permanent wechselte. 16 Sekunden vor Schluss wuchtete Laura Sosnierz trotz harter gegnerischer Attacke per Sprungwurf den Ball zum Siegtreffer ins OberEschbacher Netz.

„Das Hinspiel haben wir demütigend mit neun Toren Unterschied verloren. Heute haben wir gesehen, dass wir uns weiter entwickelt haben“, strahlte Meike Neitsch sichtlich geschafft, aber glücklich nach dem Abpfiff.