Moskitos sorgen für Hochspannung

Moskitos sorgen für Hochspannung

Rollhockey: Mit Minikader unterliegen die SC-Damen Remscheid nach Penaltyschießen. RSC-Herren verlieren gegen Herringen.

Damen—Bundesliga, SC Moskitos Wuppertal - IGR Remscheid 3:4 (2:2) (0:2) n.V. und Penaltyschießen. Im spannendsten Spiel der bisherigen Saison konnten die Wuppertalerinnen den Bergischen Nachbarn wieder nicht bezwingen, retteten zwar noch einen Punkt müssen aber um ihre gute Ausgangsposition für die Playoffs bangen. Zunächst einmal zog Calenberg an den Moskitos vorbei auf Platz zwei, und auch die Remscheiderinnen, die noch ein Spiel weniger ausgetragen haben, könnten noch an den Moskitos vorbeiziehen. Zumindest Platz vier und damit die erstmalige Playoff-Teilnahme ist den aktuell drittplatzierten Moskitos aber kaum noch zu nehmen.

Wie im Hinspiel waren die Moskitos von Anfang an optisch überlegen, scheiterten aber immer wieder an der überragenden Carolin Reinert im Remscheider Tor. Stattdessen gingen nach 14 Minuten die Gäste in Führung. Naomi Lückenhaus hätte per Direktem auf 1:1 stellen können, scheiterte aber erneut an Reinert. So kam es noch schlimmer, als Remscheid nach 22 Minuten auf 2.0 davonzog. Wie sollte das aufgeholt werden, konnten die Moskitos doch nur sechs Spielerinnen aufbieten?

Die Antwort gab es nach der Pause: Mit Kampf um jeden Ball und endlich auch etwas Glück bei Remscheider Kontern. Yolanda Kahmann gelang nach 37 Minuten der Anschlusstreffer, als sie einen Angriff abwehrte, allein aufs Remscheider Tor zulief und den Ball in den Winkel schlenzte. Das weckte neue Kräfte, und erneut Yolanda Kahmann gelang drei Minuten später auf Zuspiel von Tabea Lückenhaus der Ausgleich. Danach wogte das Spiel hin und her. Es ging in die Verlängerung. Auf beiden Seiten standen die Torhüterinnen nun ständig im Mittelpunkt. Als Yolanda Kahmann sechs Sekunden vor Schluss die blaue Karte sah, hatte Remscheid die große Chance zum Siegtor, verschoss aber den Strafstoß. So musste das Penalty-Schießen entscheiden, in dem die Gäste mit 2:1 die Glücklicheren waren. RSC Cronenberg - RSV Gera 5:3 (2:2). Obwohl das Team der Dörper Cats im Heimspiel auf wichtige Spielerinnen wie Lea Seidler und Anna Kaub verzichten musste, behielt der Tabellenfünfte gegen die Thüringerinnen die Oberhand. Marie Tacke, Joana Spiecker, Lara Seidler sowie die U 17-Spielerinnen Lilli Dicke und Nina Necke erzielten in der spannenden Begegnung die Treffer für die Gastgeberinnen. Die lagen zweimal zurück und setzten erst fünf Minuten vor dem Ende in Überzahl durch das 4:3 von Lilli Dicke den entscheidenden Stich. Gera suchte die unmittelbare Antwort, rannte aber ins offene Messer und kassierte prompt das 3:5 durch Nina Necke. Herren-Bundesliga, RSC Cronenberg — SK Germania Herringen 3:5 (2:1). In einer packenden Begegnung unterlagen die Löwen dem Titelaspiranten SKG Herringen erst im Schlussspurt. Nationalspieler Liam Hages hatte die Gäste im Nachschuss in Führung gebracht, doch Sebastian Rath schloss wenig später eine herrliche Kombination zum 1:1- Ausgleich ab. Einen Schuss von Otto Platz lenkte Jordi Molet zur 2:1-Pausenführung ins Herringer Tor. Doch gleich nach der Halbzeitpause machten die Gäste Druck, schafften nicht nur den Ausgleich, sondern auch die Führung zum 3:2 durch Robin Schulz. Erneut war es Sebastian Rath, dem es gelang, Herringens Keeper zum 3:3-Ausgleich zu überwinden. In der Schlussphase der Begegnung sorgte Torjäger Stefan Gürtler mit zwei Toren für den 5:3-Sieg der Hammer. Unerfreulich war aus RSC-Sicht auch der Abschluss der Begegnung. Als Torhüter Eric Soriano sich vom Gegenspieler attackiert fühlte, schlug er mit dem Schläger zurück und erhielt die Rote Karte. Er muss für die nun anstehenden wichtigen Spiele mit einer Sperre rechnen. Weil auch Iserlohn verlor, bleiben die Cronenberger vorerst Fünfter und hätten so eine günstige Konstellation für die bald anstehenden Playoffs. SC Moskitos - IGR Remscheid 0:12 (0:7). Mit Roman Kaas, Jan Henckels, Nick Brikmann, Tobias Lückenhaus und Güven Dincer fehlte zwar praktisch eine komplette Mannschaft, trotzdem erzielte das Schlusslicht gegen den aktuellen Tabellenführer ein achtbares Ergebnis. Das lag vor allem daran, dass der „verbliebene“ Roman Prange im Tor einen sehr guten Tag erwischt hatte. Immerhin bis zur 10. Minute dauerte es, ehe in Unterzahl das erste Gegentor fiel. Danach hätte Robin Hauck mit einem Direkten sogar ausgleichen können.