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Miniturnier: Handball mit Herz an der Basis

Miniturnier: Handball mit Herz an der Basis

Für 35 F-Jugend und Mini-Mannschaften ging es bei der 17. Auflage um Spaß, Ehre und kleine Belohnungen.

Wuppertal. Während der Bergische HC gestern auswärts in Wetzlar seine Siegesserie fortsetzte, mussten vom Handball-Virus infizierte Kinder und ihre Eltern nicht auf begeisternde Handballspiele verzichten.

Dafür sorgten in der 17. Auflage des Handball-Mini-Turniers der Westdeutschen Zeitung und des Handball-Kreis Wuppertal/Niederberg die jüngsten Sportler auf der Jagd nach dem runden Leder. Rund 300 kleine Handballer in 35 Mini-und F-Jugend-Teams gingen in Küllenhahn auf Torjagd — einige zum ersten Mal überhaupt.

Gleich in der ersten Partie der auf vier Feldern stattfindenden Duelle zeigten der Nachwuchs des WSV und VSTV begeisternden Handball. Dafür bekam Fausto Schneider, Verbandsligaspieler der Cronenberger TG, erst beim Anpfiff mit, worauf er sich eingelassen hatte, als er sich als Schiedsrichter zur Verfügung gestellt hatte.

Beim Nachbarschaftsduell zwischen TB Wülfrath und Mettmann-Sport, das im Seniorenbereich selten so humorvoll abläuft, war er der Verzweiflung nahe. „Die waren alle so süß und witzig“, musste der „Überforderte“ darüber lachen, dass die Kids weder Schrittfehler vermieden noch auf ihn hörten.

Doch egal, wie talentiert jedes Kind war, der Spaß stand im Vordergrund. Mit Pokalen für jedes Team und Medaillen für jeden Aktiven sowie Berliner Ballen und Kakao für alle Kinder, verlieh die WZ dem Motto „Beim Sport ist jeder ein Gewinner“ besonderen und auch leckeren Nachdruck.

Erneut verdiente sich das Orga-Team um Kerstin „Coco“ Bangert vom Handballkreis in Zusammenarbeit mit der Cronenberger TG samt ihrer ehrenamtlichen Helfer angeführt von Manon Wichmann, Bestnoten. Wichmann, eine der drei CTG-„Trainer-Mütter“, wie sie sich selbst bezeichnet, glaubt, bei dem einen oder anderen Kind Talent erkennen zu können, „Die müssen dann nur weiter gefördert werden“. Sie selbst gehört seit 15 Jahren zu den Handballförderern ihrer Kinder. Ihr älterer Sohn Nils, einst ebenfalls WZ-Mini-Cupteilnehmer gewesen, spielt inzwischen in der Jugend-Bundesliga (BHC).

Sportredakteur Günter Hiege, der mit Andreas Boller als WZ-Vertreter bei den Spielen mitfieberte, hob das Engagement der Eltern hervor, die ihrem Nachwuchs das Sporttreiben erst ermöglichen.

Für Sebastian Meier vom WSV ist die WZ-Veranstaltung Pflichtprogramm. „Das ist wie ein Klassentreffen, wo man alte Weggefährten und Kumpels trifft. Nur halt nicht mehr auf dem Feld, sondern auf der Bank oder auf der Tribüne.“

Welchen Stellenwert das Turnier im Wuppertaler Sport hat, zeigt auch, dass neben dem Geschäftsführer des Stadtsportbundes, Volkmar Schwarz, fast der gesamte Vorstand des Handballkreises vor Ort war. Dessen erster Vorsitzender Jürgen Ross sieht das WZ-Turnier als Saisoneröffnung und als Startschuss zu den am 22. September in Vohwinkel beginnenden Mini-Turnieren.

Dass gestern auf Küllenhahn durchaus der der ein oder andere künftige Star dabeigewesen sein könnte, zeigt übrigens des Beispiel Jan Artmann. Der Linksaußen des Bergischen HC hatte einst beim WZ-Mini-Cup seine Handball-Premiere gefeiert.