Triathlon: Lüdorf und Petri wollen beide nach Hawaii

Triathlon : Lüdorf und Petri wollen beide nach Hawaii

Den Ironman Südafrika peilt das Triathlon-Paar als Qualifikationswettkampf an.

Einmal gemeinsam einen Ironman auf Hawaii bestreiten - für diesen Traum trainieren die Wuppertaler Triathlon-Asse Melanie Lüdorf und Stavro Petri derzeit hart. Die beiden Personal-Trainer, die dem Tri Club Wuppertal angehören und privat wie beruflich (Yeah Sport) ein Paar sind, haben sich den Ironman Südafrika als Qualifikationswettkampf ausgesucht. Der stellt durch seinen Termin eine besondere Herausforderung dar. „7. April, das ist sehr früh im Jahr, deshalb haben wir unser Programm schon im Oktober begonnen“, sagt Petri, der in Port Elizabeth zudem ein kleines Jubiläum feiert. Der Wettkampf wird sein zehnter über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen sein.

Seine Bestzeit von 9:23 Stunden, aufgestellt in Roth, wird er auf dem beim Radfahren und Laufen mit vielen Höhenmetern gespickten Kurs in Port Elizabeth vermutlich nicht erreichen können, doch es gilt, möglichst nahe heranzukommen. „Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre muss man ungefähr 9:30 bis 9:45 schaffen, um unter die ersten Acht zu kommen“, so Petri, der im Februar 50 Jahre alt wird und dann erstmals in der AK 50 startet. Seine Rechnung: Um sich für Hawaii zu qualifizieren, muss man unter den ersten zwei Prozent seiner Altersklasse sein. Da er mit 400 Startern in der AK 50 rechnet, wären das die Top-Acht. Melanie Lüdorf, die in der geringer besetzten AK 30 an den Start geht, müsste zumindest Zweite werden. Sie hat sich eine Zeit von unter zehn Stunden vorgenommen, unter bisherigen ihrer Bestzeit von 10:16.

Wie läuft es im Training? „Gut“, sagt Petri und schwärmt von den Trainingsbedingungen, die man von Mitte Dezember bis Anfgang Januar drei Wochen lang auf Fuerteventura haben nutzen können. 1740 Kilometer auf dem Rad, 140 auf der Laufstrecke und 39 im Wasser hätten so bei zwei bis drei täglichen Einheiten zusammenkommen können. Da sei es vor allem um die Grundlagenausdauer gegangen

Der Trainingsumfang muss auch zu Hause hochgehalten werden. 23 Stunden seien es in der vergangenen Woche gewesen, viele angesichts der Witterung allerdings drinnen auf der (Rad-)Rolle oder dem Laufband. Sieben allein am Sonntag inklusive 90 Minuten Aquajoggen im Schwimmleistungszentrum. Aquajoggen sei eine hervorragende, weil schonende Ergänzung zum Laufen. Wegen einer Entzündung am Zeh habe er beispielsweise ab November sechs Woche lang gar nicht laufen können, das aber so kompensieren können.

Ermöglicht durch Sponsoren, unter anderem die Sportstadt Wuppertal, können Lüdorf und Petri Ende Februar noch einmal ein zehntägiges Trainingslager nachschieben. Dann werde am Feinschliff gearbeitet: viele Einheiten im Wettkampftempo.

Mit dabeisein werden dann auch elf von 52 Athleten, die von ihnen derzeit mit Yeah Sports betreut werden. Selber so umfangreich trainieren und andere betreuen, passt das denn zeitlich überhaupt? Petri: „Das ist kein Problem, Trainingspläne können wir von überall manchen. Und nach dem eigenen Training geht es dann eben mit Laptop auf die Couch, um zu kommunizieren. Was tut man nicht alles für den Traum von Hawaii.