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Lockerung: Sportangebot auf Wuppertals Freiplätzen wird gut angenommen

Freizeitsport : Sportangebot wird gern angenommen

Nachdem die Coronaschutzverordnung NRW ab Montag Individualsport auf Freianlagen wieder möglich macht, ist die Resonanz auch beim Tennis und Golf groß.

Um 7.59 Uhr drehte Friedhelm Bursian am Montagmorgen den Schlüssel zur Sportanlage auf dem Freudenberg um, um 8:02 stand die erste Laufhungrige auf der Laufbahn. „Ist doch klar, die Leute sehnen sich danach, wieder auf die Anlage zu kommen“, kommentierte das der Geschäftsführer des SSV Germania und begrüßte die seit Montag in NRW mögliche Lockerung für den Freiluft- Sportbetrieb unter Coronabedingungen. „Andere Städte sind da noch zurückhaltender“, berichtet Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski. Natürlich werde man aber auch in Wuppertal, darauf achten, dass die Menschen sich an die Hygieneregeln (unter anderem fünf Meter Abstand zwischen Zweiergruppen) halten. Geöffnet wurden am Montag auch die Laufbahnen an der Oberbergischen Straße und an der Grundstraße, wo Platzherr Milano wochentäglich von 13 bis 16 Uhr Zutritt gewährt.

Schon in aller Frühe stand beim Golfclub Felderbach das Telefon nicht mehr still, weil sich Golfer anmelden wollten. „Damit nicht immer nur die Schnellsten zum Zug kommen, nehmen wir Reservierungen immer nur für den Folgetag an“, so Marie-Luise Philipp aus dem Clubbüro. Die Plätze müssten nun noch ein wenig hergerichtet werden, zumal bis vor einer Woche ja noch Winter geherrscht habe. Ab Mittwoch sollen sie aber offen sein, die Driving Range schon am Dienstag.

Bei Jörg Schüller im Tennispark Fischertal wurden am Montagvormittag schon die ersten Bälle geschlagen. Er hatte die Plätze auf seiner privat betriebenen Anlage am Wochenende flugs hergerichtet. „Ich bin ohnehin immer einer der Ersten, der auf den Freiplätzen beginnt. So früh wie in diesem Jahr war es aber noch nie. Doch man sammelt halt Erfahrungen“, berichtet er und fügt an: „Die Leute sind im Moment so heiß auf Tennis, ich glaube, die würden auch auf dem Parkplatz spielen.“ Da in Hessen auch in den vergangenen Monaten das Spielen in der Halle erlaubt gewesen sei, wären sie zum Teil sogar dorthin gefahren und hätten auch horrende Preisen von bis zu 60 Euro pro Hallenstunde in Kauf genommen. „Das ist für mich eine echte Wettbewerbsverzerrung und hat von Betreiberseite mit Solidarität nichts zu tun“, schimpft Schüller. Insofern ist er froh, dass er zumindest draußen nun wieder ein Angebot machen kann.

Bei dem ein oder anderen Tennisverein dürfte es zum Teil noch etwas länger dauern, bis Plätze wieder freigegeben werden. Bei uns sind sie zum Teil noch sehr aufgeweicht“, berichtet etwa Jürgen Liesert von Blau-Weiß Ronsdorf. Der Startschuss ist aber für alle nun da   gh