Linde und Union dürfen weiter hoffen

Linde und Union dürfen weiter hoffen

Fußball-Bezirksliga: Wichtige Siege im Kampf gegen den Abstieg. Ronsdorfs unterhaltsames 3:3.

TSV Union Wuppertal — Grün-Weiß 6:0 (1:0). Dass es das Derby der beiden Teams kommende Saison in der Kreisliga erneut gibt, möchte Union unbedingt vermeiden. Durch den deutlichen Sieg bleiben die Gastgeber zumindest in der Nähe des rettenden Ufers, mit weiterhin vier Punkten Rückstand. Einen der wohl schnellsten Hattricks in der Bezirksliga-Geschichte erzielte Unions Niklas Naus zwischen der 62. und 67. Minute. Zu diesem Zeitpunkt war die Gegenwehr von Grün-Weiß, das wie so häufig in dieser Saison konditionelle Schwächen offenbarte, schon erlahmt.

Immerhin waren die Gäste im ersten Durchgang durchaus gewillt, Offensivfußball zu spielen. Das wiederum eröffnete Union bei sommerlichen Temperaturen jedoch Räume, die die Duhr-Elf im ersten Durchgang viel zu selten nutzte. Nach Jakob Thoenes Führungstreffer (12.) gab es viel Leerlauf und vergebene Tormöglichkeiten am laufenden Band. Glück hatten die Gastgeber, als Bilal Elmahi für Grün-Weiß nach dem Seitenwechsel scheiterte (52.) Erst mit dem 2:0 durch Bernard Oungouande (57.) war der Bann gebrochen. Grün-Weiß half da auch die zweite einberufene Trinkpause nichts mehr. Union hatte nun leichtes Spiel, traf ,wie erwähnt, gleich dreimal durch Niklas Naus, ehe Salvatore Aliberti (89.) den Schlusspunkt setzte. Nette Randnotiz: Naus erzielte in seinen fünf goldenen Minuten mehr Treffer als bisher in der kompletten Saison. Da waren es zwei. mkp SV Jägerhaus-Linde — TuS Holsterhausen 4:1 (4:0). Nach der überraschenden Beurlaubung von Trainer Carsten Tracogna (ist, wie berichtet, zur neuen Saison mit den SF Dönberg einig) unter der Woche und dem früheren Einstieg des neuen Trainergespanns Achim Nohlen und Yousef Hidroj klettert Linde durch den Sieg gegen den Tabellenvorletzten auf einen Nichtabstiegsplatz. In der ersten Hälfte spielte nur Linde. Überragender Spieler war Luca Lenz auf der linken Offensivseite, er erzielte die ersten drei Treffer. Mit dem Pausenpfiff erhöhte Matthias Gilsbach auf 4:0, das Spiel war entschieden. Nach der Pause zeigten die Linder dann ein anderes Gesicht, waren nicht mehr so aktiv, so dass die Gäste aus Essen besser ins Spiel kamen. Mehr als der Anschlusstreffer gelang ihnen aber nicht mehr. lars ASV Wuppertal — 1. FC Wülfrath 4:0 (2:0). Aufgrund einer sehr guten Leistung gewann der ASV hochverdient. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, aber zu Beginn der zweiten Hälfte vergaben die Barmer einige Großchancen auf das vorentscheidende 3:0. Christos Kesaris hatte nach einer schönen Kombination über die linke Seite das 1:0 erzielt (4.), und Ferhat Ural nach einer kurz gespielten Ecke per Kopf auf 2:0 erhöht (19.). Defensiv ließ der ASV gegen Wülfrath kaum etwas zu, störte den FC schon im Spielaufbau erfolgreich. Badreddine Derbel sorgte mit seinem 3:0 (65.), bei dem er mehrere Abwehrspieler stehen ließ, für die Entscheidung. Issa Issa erhöht eine Viertelstunde vor Abpfiff noch auf 4:0. lars

TSV Ronsdorf - Spvg. Schonnebeck II. 3:3 (1:2). Bei herrlichem Fußballwetter trug auch die Partie an der Parkstraße zwischen dem TSV Ronsdorf und der Zweitvertretung der Spielvereinigung Schonnebeck zu einem abwechslungsreichen Sonntag bei. 3:3 (1:2) hieß es nach einer interessanten Begegnung, in der die Essener nach wenigen Spielminuten schon auf der Siegerstraße zu sein schienen. Kurz nach dem Anpfiff missglückte Felix Heyder ein Rückpass, den Emre Kececi dankbar annahm und einnetzte. Nach sieben Minuten war es Lukas Reppmann, der die nächste Unsicherheit ausnutzte. Erst nach rund 20 Minuten fanden die Zebras in die Partie. Marc Morsbach schob nach einem langen Ball in die Schnittstelle zum 1:2 ein (29.). Doch kurz nach Wiederanpfiff stellten die Gäste durch Reppmann den Zwei-Tore-Abstand wieder her (48.). Diesmal reagierte der TSV sofort: Pascal Homberg gelang nur zwei Minuten später per Freistoß das 2:3. Der eingewechselte Samuel Makanisa bereitete in der 63. Minute das verdiente 3:3 durch Christian Wolf vor. Danach schwanden bei beiden Teams die Kräfte, so dass es beim Remis blieb. ryz

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