Handball, 2. Bundesliga der Frauen : TV Beyeröhde

Ein außerordentlich erfolgreiches Handball-Jahr 2018 hat Frauen-Zweitligist TVB Wuppertal mit einem gegen 28:21 (13:11)-Erfolg gegen Werder Bremen abgeschlossen. Die Beyeröhder, die nur mit einem Mini-Kader antreten konnten, bleiben damit Dritter, auf Schlagdistanz zum Spitzenduo Buchholz-Rosengarten und Ketsch, die sich im direkten Duell (26:25 für Buchholz-Rosengarten) gegenüberstanden.

Nur acht Feldspielerinnen standen TVB-Trainer Martin Schwarzwald angesichts der ellenlangen Verletztenliste zur Verfügung, aber die gaben in dem kraftraubenden Spiel gegen die Norddeutschen alles und zeigten vornehmlich im zweiten Durchgang neben beispielhafter Hingabe eine erstaunliche Kondition. Mit der wurde der Gegner, der immerhin 15 Spielerinnen auf dem Aufstellungsbogen aufgelistet hatte, nach eher „wackligem“ Halbzeitstand in die Knie gezwungen.

Dabei war die Partie in der ersten Hälfte durchaus ausgeglichen, und Beyeröhde konnte von Glück sagen, dass gegnerische Wurfversuche mehrfach am Gebälk landeten.

Lange lief der TVB einem Rückstand hinterher, lag oft mit zwei Toren im Hintertreffen, ehe kurz vor dem Pausenpfiff die durchsetzungsstarke Michelle Stefes mit zwei Treffern in Folge von außen den Ausgleich erzielte. Riesenjubel, als kurz danach Werder-Trainer Dominic Puttig seine Torhüterin herausnahm und die stets hellwache Sophie Michailidis bei eigenem Ballbesitz die Chance erkannte und ins verwaiste Tor warf.

Dieses Kunststück gelang der oft hart genommenen Kreisläuferin im zweiten Durchgang noch einmal, ebenso der kraftvollen Johanna Heldmann, die ihre übrigen sechs Treffer allerdings auf mühsamere Weise erzielen musste. Dabei gelang ihr immer wieder, das flüssige Beyeröhder Angriffsspiel mit einem gezielten Wurf abzuschließen. Melina Fabisch, die sich zunächst mit Würfen diskret zurück gehalten hatte, erinnerte sich in Halbzeit zwei an ihre Qualitäten und steuerte ebenfalls vier Treffer zum Beyeröhder Torsegen bei. Nicht als überragende Torjägerin, aber dafür als „Frau für alle Fälle“ zeichnete sich die filigrane Luisa Knippert aus, die als Abfangjägerin ebenso wirkungsvoll agierte wie in Deckung und Angriff. Sie war praktisch überall zu finden und damit beispielhaft für den Einsatzwillen der gesamten Mannschaft, die zum Schluss mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Auch von Ramona Ruthenbeck, die wegen ihres Kreuzbandrisses beim Auswärtssieg in Waiblingen nach eigenen Angaben zwischen sechs und neun Monaten ausfallen wird.

„Ich habe der Mannschaft eingeschärft, dass sie angesichts der Mini-Besetzung Geduld haben muss, und das hat sie umgesetzt und unglaublichen Einsatz gezeigt. Weitere Weihnachtsgeschenke brauchen die Mädels mir nicht zu machen“, zeigte sich Martin Schwarzwald erneut von seinem Team begeistert.

„Für das neue Jahr wünsche ich mir nur, dass die Mannschaft so weitermacht wie bisher.“

Nach dem Abpfiff bedankte sich das Zweitliga-Team mit kleinen Geschenken bei den Helfern, die bei den Heim-und Auswärtsspielen für die nötige Wohlfühl-Atmosphäre sorgt.

TVB: Centini, Krückemeier (n.e.), Michailidis (5), Fabisch (4), Hufschmidt (1), Heldmann (7), , Stefes (5), Adeberg (4/4), Knippert (2), Havel.

Nächstes Spiel: 5. Januar Buschenburg : TVB –Berliner Füchse.

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