Lemgo hadert, BHC betreibt Werbung für sich

Handball-Bundesliga : Lemgo hadert, BHC betreibt Werbung für sich

Am 15. Dezember gegen Magdeburg haben Jugendliche bis 14 Jahre freien Eintritt.

Glückliche Gesichter beim Bergischen HC am Donnerstagabend nach dem zähen Ringen gegen den TBV Lemgo, das die Bergischen Handballer im Endspurt mit 35:33 gewannen. „Für uns ist es immer noch etwas Besonderes, ein so kompliziertes Bundesligaspiel zu gewinnen“, sagte Geschäftsführer Jörg Föste auf der Pressekonferenz und bügelte die Frage von BHC-Sprecher Thorsten Hesse, ob man nach nun 8:2-Punkten in Serie am Donnerstag selbstbewusst nach Flensburg fahren könne, ab: „Du weißt, dass wir beim BHC nicht in Serien denken.“

Dennoch dürfte jeden Sportfreund im Bergischen die deutlich aufpolierte Bilanz des BHC mit nun 15:13 Zählern freuen. Erst sechs Pluspunkte hat Lemgo. Trainer Florian Kehrmann monierte die „Nicht-Abwehrleistung“ seines Teams in den ersten 20 Minuten und meinte: „Es wäre zu einfach zu sagen, dass das an der späten Anreise lag.“ Trotzdem, ging er darauf ein. Viereinhalb Stunden hatte der TBV wegen einer Autobahnsperrung im Bus gesessen, für eine Strecke, die unter normalen Bedingungen in zweieinhalb zu schaffen ist. „40 Minuten nachdem wir auch noch quer über die Straße zur Halle laufen mussten, direkt zu spielen, fand ich ein bisschen unglücklich“, so Kehrmann. Ganz stimmte die Rechnung nicht. Mit Rücksicht auf die Gäste war die Partie 20 Minuten später angepfiffen worden. Auch der Ex-Cronenberger Andrej Kogut fand, dass die Verspätung „kein entscheidender Faktor“ für den Ausgang war. Kogut: „Wir waren ja dran.“

Etwa kurz nach der Pause, als Christopher Rudeck mehrere freie Bälle hielt und dadurch verhinderte, dass die Gäste sogar in Führung gingen. Diesen Verdienst des Torhüters hob auch Jörg Föste hervor. Rudeck, der erneut 60 Minuten zwischen den Pfosten stand, war mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden. „Im ersten Durchgang hätte ich einige Bälle halten müssen, die mir dann durchgehen. Klar sieht es spektakulär aus, wenn ich am Ende vier, fünf halte. Mir wäre aber lieber, dass ich zehn einfache Bälle – die ich auch halten muss – abwehre“, sagte er. Insgesamt dominierten die Angriffsreihen, was BHC-Trainer Sebastian Hinze anders herum erwartet hätte. Dass es hart werde, habe er dagegen erwartet, fand aber: „Wir hatten immer zwei Zentimeter Vorsprung und die Jungs haben an sich geglaubt.“ Wie Tomas Babak, der am Ende richtig aufdrehte.

So betrieb der BHC erneut Werbung in eigener Sache. Auch für das Top-Heimspiel gegen Magdeburg im Düsseldorfer ISS Dome am 15. Dezember. Dank Sponsor Kobold haben Kinder bis 14 Jahren dann freien Eintritt, wenn sie sich die Karten vorab besorgen. gh/e.ö.

(gh/e.ö.)
Mehr von Westdeutsche Zeitung