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Länderspiel gegen die Ukraine: Tolles Erlebnis für U19-Team

Länderspiel gegen die Ukraine: Tolles Erlebnis für U19-Team

Wuppertal hat sich als Spielort für weitere Nachwuchs-Partien des DFB empfohlen.

Wuppertal. Das Länderspiel der deutschen Fußball-U19-Nationalmannschaft gegen die Ukraine ist Geschichte. Doch so wie sich Wuppertal am Montag beim 2:0 der Auswahl von Trainer Christian Ziege als Gastgeber präsentiert hat, wird es nicht wieder fast fünf Jahre dauern, bis der DFB mit einem seiner Nachwuchsteams Station im Stadion am Zoo macht.

Mit 4100 Zuschauern übertraf der Besuch den des vermeintlich attraktiveren U19-Testspiels gegen Spanien (1:0) am vergangenen Mittwoch im Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich in Düsseldorf um 3397. Dementsprechend besser war in Wuppertal die Stimmung auf der Tribüne und auch die lautstarke Unterstützung für das deutsche Team.

„Das zeigt, dass es für Spiele der Junioren offenbar mehr Sinn macht, in Städte zu gehen, in denen die Bundesliga nicht beheimatet ist. Für meine Jungs war es jedenfalls ein tolles Erlebnis, vor einer größeren Kulisse spielen zu dürfen“, sagte Trainer Christian Ziege und Mittelfeldspieler Emre Can (Bayern München) meinte: „Das hat richtig Spaß gemacht.“ Den hatte auch Ex-WSV-Stürmer Christian Knappmann, der seinen kahlen Schädel mit einer Wollmütze seines neuen Vereins Borussia Dortmund vor Wind und Kälte schützte. „Ich pflege einen sehr freundschaftlichen Kontakt zu Heiner Düssel (Verwaltungsrat WSV, Anm. d. Red.) und bin hier, um mit ihm einen netten Abend zu verbringen. Wuppertal tut dieses Länderspiel gut, denn die Außendarstellung des Vereins ist derzeit leider eine Lachnummer“, so Knappmann.

In der Tat brachte viel Prominenz Licht in den sonst eher dunklen Alltag des VIP-Raums im Stadion am Zoo. Allen voran natürlich Rudi Völler: „Es ist schön, dass der DFB mal wieder ein Spiel nach Wuppertal vergeben hat, denn die Zahl der Mitbewerber ist inzwischen doch recht groß“, sagte Völler. Auf der anderen Seite des Raums musste der neue DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig immer wieder erzählen, wie er einst am 9. Dezember 1984 im Spiel des WSV bei Schwarz Weiß Essen das 2:2 von Klaus-Dieter Nuyken vorbereitete, das dann in der ARD zum Tor des Monats gewählt wurde: „Ich erinnere mich immer gerne an meine Zeit in Wuppertal.“ Neben Völler und Rettig wurden auch noch Frank Schäfer (sportlicher Leiter 1. FC Köln), Jens Todt (Manager VfL Bochum) sowie André Schubert (Ex-Trainer Paderborn und St. Pauli) gesichtet.