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Kurzbahn-DM: Finale furioso in der Schwimmoper

Kurzbahn-DM: Finale furioso in der Schwimmoper

Die Kurzbahn-DM endete am Sonntag mit einem Deutschen Rekord.

Wuppertal. Einen gelungeneren Abschluss hätten die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in der Schwimmoper am Sonntag nicht haben können: Im letzten Finale der Titelkämpfe schenkte Theresa Michalak sich und den Veranstaltern noch einen Deutschen Rekord über 100 m Lagen. Riesenapplaus schwappte durch die imposante Arena, als auf der Anzeigetafel 58,38 Sekunden auftauchten. Damit hatte die 21-jährige Lagenspezialistin aus dem Paul-Biedermann-Club Halle die alte Bestmarke um mehr als eine halbe Sekunde unterboten, sozusagen pulverisiert.

Auch ihre anschließende Stellungnahme ließen sich die Organisatoren von SV Bayer, Stadtsportbund und Stadt gerne ins Gästebuch schreiben: „Ich bin in guter Form, aber das Bad hat sicher ein Übriges zum Rekord beigetragen“, sagte sie und versicherte: „Die Schwimmoper ist eines meiner Lieblingsbäder, sogar schöner noch als das in Peking.“ Kurzbahn-Rennen, die von der sportlichen Wertigkeit aktuell hintenanstehen, sagte Sie eine gute Zukunft voraus. „Ich glaube, das wird in den nächsten Jahren immer besser angenommen werden. Es ist einfach eine attraktive Sache für Athleten und die Zuschauer.“

Diese Einschätzung bestätigte am Sonntag auch der Schlusstag in Wuppertal. Paul Biedermann wehrte trotz halbjähriger Pause auch über 400 Meter Freistil alle Angriffe der jüngeren Konkurrenz in Klassemanier ab. Der vierfache Deutsche Meister Steffen Deibler mit einem spannenden 50-Meter-Freistil—Rennen und nur 90 Minuten später seinem Sieg über 100 Meter Schmetterling sowie Vizeweltmeister Marco Koch über seine Paradestrecke 200 m Brust setzten zudem Glanzlichter. Vor allem die vielen Sportler auf der Tribüne hatten aber auch ein echtes Gefühl dafür, wann eine Leistung außergewöhnlich war, und das musste nicht immer der Sieg sein. Für Altersklassenrekorde, die reihenweise fielen, gab es genauso viel Applaus, Freudenschreie oder laute Pfiffe.

„Ich denke, wir haben hier wieder eine gute, reibungslose Veranstaltung auf die Beine gestellt“, freute sich Simone Osygus, Geschäftsführerin der Schwimmabteilung im SV Bayer Wuppertal. Sie sprach dabei auch für ihre Kollegen im Organisationsteam Volkmar Schwarz (Stadtsportbund) und Badleiter Michael Borbecker.

Osygus: „Besonders froh bin ich, dass wir wieder 140 Helfer hatten, die nicht nur im ersten Jahr gekommen sind, sondern, wie auch unsere Sponsoren, immer wieder gerne dabei sind.“

Darauf baut sie natürlich auch im kommenden Jahr. Bis 2015 sind die Titelkämpfe vom Deutschen Schwimmverband fest nach Wuppertal vergeben. „Danach wird neu ausgeschrieben, aber ich bin mir sicher, dass Wuppertal gute Chancen hat, wenn es sich erneut bewirbt. Eine vergleichbare Halle gibt es nicht“, sagte Gabi Dörries, Fachspartenleiterin im DSV. Die Stimme von Dreifach-Titelträgerin Theresa Michalak dürfte Wuppertal haben.