Kreisliga Spitzenreiter SV Bayer Wuppertal macht seine Hausaufgaben

Fußball-Kreisliga : SV Bayer macht seine Hausaufgaben

Arbeitssieg für die Werkself. Grün-Weiß bleibt am Tabellenführer dran. Rote Karte für falschen Spieler erzürnt Sonnborns Trainer.

Hellas Wuppertal - SV Bayer 1:3 (1:0). Im Kreispokal hatte Hellas am Donnerstagabend den SC Sonnborn mit 3:1 besiegt und auch drei Tage später sah es gegen den Tabellenführer der Kreisliga A zunächst gut aus. Zur Pause führten die Helenen, weil David Schättler (13.) ein Eigentor unterlief. „Da haben wir ein ganz schlechtes Spiel abgeliefert, Hellas hat es ganz gut gemacht“, meinte Bayer-Trainer Luciano Velardi. Bayer zeigte nach der Pause ein anderes Gesicht, fand besser ins Spiel und gewann laut Velardi verdient. „Die Jungs haben aber auch gemerkt, dass wir immer ab der ersten Sekunde Vollgas geben müssen“, so Velardi, der sich über den achten Liga-Sieg in Folge freuen durfte. Martin Lyttek, Lionel Barisic und Umut Satilmis drehten die Partie. Hellas-Trainer Athanassios Bampakos: „Wir haben zur Pause verdient geführt, verteidigen aber besonders das 1:2 schlecht. Wir müssen weiter machen, wir stehen zwar auf einem Abstiegsplatz, fühlen uns aber nicht wie ein Abstiegskandidat.

Grün-Weiß Wuppertal - FSV Vohwinkel II 5:1 (2:0). Die Oberbarmer kehrten in die Erfolgsspur zurück und bleiben Tabellenführer Bayer auf den Fersen. Mann des Tages war zweifelsfrei Benjamin Droste. Nicht nur, dass er zwischen Minute 39. und 49. Minute drei Treffer erzielte - in der 71.Minute legte er noch einen drauf. Neben Droste stach Jean Baumgarten heraus, der alle Treffer von Droste vorbereitete und das 5:1 selbst erzielte. „Wir waren heute sehr effektiv und sind froh, dass wir das gewonnen haben. Wir sind sehr zufrieden“, meinte GW-Trainer Clark Schworm. Für die Füchse war es die erste Saisonniederlage. „Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt, wir haben unsere Mannschaft kaum wiedererkannt. Das kann so einer jungen Mannschaft aber mal passieren, das wirft uns nicht um“, so das FSV-Trainerteam Dittrich/Schönfeld.

TSV Einigkeit-Dornap - SV Jägerhaus-Linde 1:4 (1:0). Die Gäste legten einen Kraftakt hin, 20 Minuten vor Schluss lagen sie noch 0:1 hinten. „Im ersten Durchgang war das in allen Belangen unterirdisch von uns“, sagte Trainer Richard Wehr. Torhüter Fabian Ellrich hielt seine Mannschaft zunächst im Spiel. Als Matthias Gilsbach einen Elfmeter verschoss, war laut Wehr klar, „dass heute nichts gehen würde.“ Doch der Trainer täuschte sich: Beim anschließenden Eckball köpfte Gilsbach ein. Der Startschuss für die Gäste, die durch Leon Richarz, erneut Gilsbach und Marius Schubert zu einem Arbeitssieg kamen, der den Sprung auf Rang Sieben bedeutete. „Mund abwischen, weiter geht’s“, so der Trainer.

SC Sonnborn - SSV Sudberg 3:3 (3:1). Als Kai Kleinschmidt für den SCS das 3:1 (67.) erzielte, war die Messe im Sonnborner Hafen eigentlich gelesen, doch legten die formstarken Gäste eine große Moral an den Tag. Trainer Daniel Reuter hob seinen Torhüter hervor: „Ohne Martin Klafflsberger liegen wir 1:5 oder 1:6 hinten, er hat uns im Spiel gehalten. SCS-Trainer Patrick Stroms blies ins selbe Horn: „Daniel hat völlig Recht. Ein Grund ist Martin Klafflsberger, der andere Grund für das Remis ist der Schiedsrichter,“ so Stroms. Der sorgte mit einer Entscheidung bei Sonnbornern wie Sudbergern für Kopfschütteln. Torhüter Robin Schworm sah die Rote Karte, weil er den Unparteiischen beleidigt haben soll. Sämtliche Spieler und Verantwortliche beider Mannschaften versuchten dem Schiedsrichter zu vermitteln, dass die Beleidigung von einem anderen Spieler gekommen war. Das alles half jedoch nichts, die Rote Karte für Robin Schworm hat Bestand. Der Punkt für Sudberg war insgesamt glücklich, der SCS war über weite Strecken das bessere Team. Tore: Yves-David Tshala, Vincent Jösch, Kai Kleinschmidt (SCS), Stefano Sinicropi, Pierre Stein, Nicholas Rood (SSV).

TSV Ronsdorf - BV 1885 Azadi 1:2 (0:1). Als Salar Abdalla für die Gäste in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte, kannte der Azadi-Jubel keine Grenzen mehr. „Wir hätten höher gewinnen können, es war ein verdienter Sieg“, freute sich Präsident Gökhan Güner, der die Schweigeminute für die Opfer aus Halle und der Kurden in Syrien, die von einer türkischen Militäroffensive betroffen sind, positiv hervorhob. Zebra-Trainer Daniel Meike ärgerte sich insbesondere über die erste Hälfte, wo seine überlegene Mannschaft den Ball nicht im Tor unterbrachte. Die hatte auch im zweiten Durchgang Möglichkeiten, konnte sich aber nicht freischwimmen. „Da bin ich ehrlich gesagt etwas sprachlos“, so Meike.

SV Heckinghausen - Türkgücü Velbert 0:1 (0:1). „Wir haben kämpferisch und läuferisch eine sehr starke Leistung gebracht und gut dagegen gehalten“, meinte das SVH-Trainerteam Wischnewsky/Amouchi nach der knappen Niederlage gegen das Velberter Spitzenteam. Knackpunkt im ersten Durchgang war ein starker Torhüter der Gäste, der zwei gute Heckinghauser Angriffe vereitelte. „Das war eine unglückliche Niederlage für uns, keiner hätte sich beschweren dürfen, wenn es Unentschieden ausgeht. Gegen Bayer wollen wir das jetzt überstehen, dann kommen wieder ein paar Mannschaften auf Augenhöhe“, so das Trainerteam.

TSV Union - Rot-Weiß Wülfrath 3:7 (2:2). Bis zur Pause hielt Union gegen Rot-Weiß mit. „Alles in allem war Rot-Weiß heute die bessere Mannschaft. Deren Spieler Ahmet Kizilisik hat die Partie fast im Alleingang entschieden“, sagte Unions Spielertrainer Robert Lange. Die Wülfrather wurden nach der Pause ihrer Favoritenrolle gerecht und bleiben an Tabellenführer Bayer dran. „Wir haben ordentlich gespielt und hatten gute Chancen“, fügte Lange, der selbst einen Doppelpack schnürte, noch hinzu. Außerdem traf Serafin Rossa.

SC Velbert II - TSV Beyenburg 3:0 (1:0). Eine verdiente Niederlage kassierte der TSV Beyenburg in der Velberter BLF-Arena. „Wir konnten leider nicht an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Uns haben zudem ein paar Körner gefehlt, die wir am Donnerstag im Pokal gelassen haben“, meinte das Trainerteam Böhmer/Rüger. Im besagten Kreispokal-Achtelfinale lief es für die Beyenburger besser: Durch ein 5:3 nach Verlängerung zog der TSV in das Viertelfinale ein.

(mkp)
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