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Kletterhalle Wupperwände will mit Erweiteung zurück an die Spitze

Sportklettern : Kletterhalle will zurück an die Spitze

Gelder aus dem Sportstättenförderprogramm des Landes machen Bau einer Freiluftarena möglich. Dadurch sollen die Wupperwände im Konkurrenzkampf mit anderen Hallen wieder nach vorne kommen.

Beim Förderverein des Klettersportzentrums Wupperwände war diese Nachricht aus Düsseldorf sehnlichst erwartet worden: Der Verein gehört, wie berichtet, nun zu den inzwischen 18 Vereinen aus Wuppertal, die in der ersten Bewerbungsrunde für das Landesförderprogramm Moderne Sportstätten NRW 2022 den Zuschlag bekommen haben. 430 000 Euro, also 50 Prozent der Gesamtkosten, soll er für die Modernisierung der 14 Jahre alten Halle an der Badischen Straße erhalten. Die war bei ihrer Eröffnung 2006 richtungsweisend in der Kletterszene in NRW und in ganz Deutschland gewesen, inzwischen aber von der rasanten Entwicklung der Sportart und anderen neueren Hallen überholt worden.

„Mit den geplanten Maßnahmen würde wir wieder eine, wenn nicht die attraktivste Halle in ganz NRW werden“, freut sich Andreas Schlenkhoff, der Vorsitzende des Trägervereins der Wupperwände, in dem die beiden Sektionen Wuppertal und Barmen im Deutschen Alpenverein zusammengeschlossen sind. Beide Sektionen zusammen vertreten mehr als 5000 Mitglieder, die an der Badischen Straße sozusagen ihr Zuhause haben.

„Mit den ersten Maßnahmen können wir quasi sofort anfangen“, sagt Schlenkhoff. Gemeint sind anstehende Sanierungen im Inneren der Halle, beispielsweise zur Verbesserung des Brandschutzes, eine behindertengerechte Sanierung einer Toilette oder die Anschaffung neuer, größerer und damit kostspieliger Klettergriff-Elemente – sogenannter Volumen – die im heutigen Wettkampfsport wichtig sind.

Um insgesamt im Wettkampfsport wieder eine größere Rolle spielen zu können, soll dann das Außengelände der Halle um eine Arena erweitert werden, die vor allem auch eine Speedwand enthält. „Speed gehört neben den beiden herkömmlichen Disziplinen Bouldern (Klettern bis Absprunghöhe) und Lead (Routenklettern, angeseilt) zum Dreiklang der ab 2021 auch olympischen Sportart Klettern. „Innen gab es keinen Platz mehr für Erweiterungen. Sonst hätten wir beispielsweise die Überhänge abbauen müssen, die aber ein Alleinstellungsmerkmal unserer Halle sind“, erklärt Schlenkhoff.

Draußen sollen nun zusätzlich zu der Speedwand noch ein Kletterturm für Lead und eine Boulderwand aufgestellt werden. Zusammen mit Zuschauerrängen ergäbe das eine Arena, die – teilüberdacht – neue Möglichkeiten für Wettkämpfe bietet.

Mit dem Förderbescheid, mit dem zunächst noch ein Antrag bei der NRW-Bank gestellt werden muss, könne man nun in die konkrete Planung einsteigen. Schließlich müssen nun Bauanträge bei der Stadt gestellt werden. Das Grundstück ist ebenfalls städtisch, aber als Fläche für den Sport bereits ausgewiesen.

Mit einer Fertigstellung des Außengeländes rechnet Schlenkhoff nicht mehr im kommenden Jahr, hofft aber darauf, pünktlich zum Frühjahr 2022, wenn man wieder nach draußen gehen könne. Bis dahin soll auch noch fleißg Geld gesammelt werden, „denn insgesamt“, so schätzt Schlenkhoff, „werden wir wohl eine Million Euro verbauen“.