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Klaus Wulfmeier ist beim RSC Cronenberg seit Jahrzehnten unentbehrlich

Vereinstreue : Klaus Wulfmeier: Wer schreibt, der bleibt

Der Wuppertaler ist ein Paradebeispiel für Treue – auch nach der sportlichen Karriere.

Vom Spielfeld übergangslos in die organisatorische Verantwortung und dort über Jahrzehnte mit Herzblut und Verantwortungsgefühl unentbehrlich: Klaus Wulfmeier ist ein Paradebeispiel für Treue auch nach der sportlichen Karriere, wie sie noch in vielen Vereinen zu finden ist. Als er Anfang der 1960er Jahre mit 17 zum Rollhockey beim RSC Cronenberg kam, hätte der später unter anderem als Wuppertaler Sportfunktionär des Jahres ausgezeichnete Cronenberger sich das wohl selbst nicht träumen lassen. „Durch Freunde bin ich dazu gekommen, das mal auszuprobieren. Die Rollschuhbahn lag ja nicht weit von meinem Elternhaus entfernt“, erzählt der heute 72-Jährige über die Anfänge. Vorher hatte er Fußball gespielt, fand sich aber in der neuen Sportart schnell zurecht und knüpfte Freundschaften. Etwa mit Peter Stroucken, der inzwischen seit Jahren erster Vorsitzender des RSC ist. „Wir waren auch über den Sport hinaus von Anfang an auf einer Wellenlänge“, sagt Stroucken und betont: „Auf Klaus kann man sich zu 100 Prozent verlassen.“ Auf dem Feld schafften beide zwei Erstliga-Aufstiege, daneben wurde der angehende Lehrer Wulfmeier schon bald als Nachwuchstrainer und Schriftführer einbezogen. „Das mache ich schon seit 1968, der damalige Vorsitzende Alfred Henckels fand wohl, dass ich dass ich es besser mache als andere“, so Wulfmeier. Die Pressearbeit macht er bis heute, ist zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer. „Das ist so viel geworden, dass ich es gar nicht mehr bewältigen könnte, wenn ich nicht seit 2012 im Ruhestand wäre“, sagt der ehemalige Mathe-, Physik- und Erdkundelehrer der Friedrich-Bayer-Realschule.

Rollhockey ist für Wulfmeier auch Familiensache. Seine Töchter Susanne und Sabine spielten beide, Sabine brachte es bis ins Nationalteam, verpasste wegen Schwangerschaft den Damen-Europameistertitel, den Papa Klaus als Damenfachwart des Deutschen Rollsport- und Inlineverbands miterlebte. Auf Vereinsebene nennt er die Mitorganisation von zwei Europameiosterdschaften sowie Herren- und Damen-WM in Wuppertal als größtes Erlebnis. Heute ist er stolz, dass Enkel Tom Drübert die Tradition fortführt. Der U 17-Nationalspieler trainiert schon mit der Ersten des RSC mit. Drei Jährchen will Klaus Wulfmeier als Fubktionär noch machen, das hat er Peter Stroucken, versprochen. „Weil es immer noch Spaß macht“, sagt er. Und so wichtig für den Verein ist - kann man anfügen.