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Kanuten: Schröder paddelt an die Spitze

Kanuten: Schröder paddelt an die Spitze

Linus Schröder, Jugend-Fahrer der KSG Wuppertal, gehört beim Deutschland Cup zu den größten nationalen Canadier-Talenten.

Wuppertal. Neben KSG-Aushängeschild Christopher Bootz, der sich derzeit auf die Junioren-Europameisterschaft vorbereitet (siehe Kasten), wächst bei den Kanuten vom Beyenburger Stausee derzeit wieder ein großes Canadier-Talent heran. Der 16-jährige Beyenburger Linus Schröder hat sich in seinem zweiten Jahr als Jugendfahrer endgültig in der deutschen Spitze etabliert.

Bei der zweiten von drei Veranstaltungen zum Jugendcup des Deutschen Kanu-Verbandes, einer bundesweiten Wertung, stieg er in Wiesbaden gleich dreimal aufs Treppchen. Er hat nun auch gute Chancen, einen Podiumsplatz zu ergattern, wenn im August nach den Deutschen Meisterschaften abgerechnet wird. Mit Trainer Hendrik Andre und seinen Teamkollegen Richard Zimmermann und Manuel Adomeit war Schröder nach Wiesbaden gereist, um die Vereinsfarben glänzend zu vertreten.

Schröder konnte sich auf der Sprintstrecke über 200 Meter auf Platz zwei hinter dem Magdeburger Felix Graf vorarbeiten, Zimmermann wurde dort hervorragender Dritter. Über 1000 m belegte Schröder hinter dem Potsdamer Timon Gödde und einem Konkurrenten aus Magdeburg — traditionell sind die Vereine aus Ostdeutschland stark — Platz drei. Für Zimmermann sprang dort Platz fünf heraus.

Nicht zu schlagen waren die beiden Wuppertaler dann im Zweiercanadier. Dort wiesen sie die stärker eingeschätzten Timon Gödde und Fred Mendau, die am Olympiastützpunkt in Potsdam ausgebildet werden, in die Schranken. Manuel Adomeit fuhr im Renngemeinschaftsboot mit dem Bochumer Niklas Krunke auf Platz drei.

Seine tolle Form bestätigte das Wuppertaler Trio auch bei der internationalen Ruhrregatta in Bochum. Adomeit wurde auf allen Einzelstrecken (200, 500 und 1000 m) jeweils Zweiter hinter Konkurrenz aus Berlin und Potsdam. Den Zweier mit Richard Zimmermann gewann er. Auch der Vierer von KSG Wuppertal und Wiking Bochum, in dem neben Schröder, Zimmermann und Adomeit der Bochumer Nico Pickert mitfuhr, war nicht zu schlagen. Im Zweier wurden Adomeit und Pickert zudem Fünfte.

Für KSG-Cheftrainer Hans-Martin Röse hat Linus Schröder im vergangenen Jahr den größten Sprung seiner Schützlinge gemacht. Seine erste Saison bei der Jugend war noch nicht so gut gelaufen, auch, weil ihn ein Armbruch zurückgeworfen hatte.