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Kämpferischer LTV nicht belohnt

Kämpferischer LTV nicht belohnt

Handball-Oberligist unterliegt Überruhr beim Trainerdebüt mit 25:27.

Der Einstand von Trainer Den-nis Werkmeister auf der Bank des Oberligisten LTV Wuppertal war nicht von einem Erfolg gekrönt. Nach einer am Ende spannenden Partie verlor der LTV gestern gegen die SG Überruhr knapp mit 25:27 (10:13). Trainer Werkmeister umriss seine Eindrücke an-schließend folgendermaßen: „Ich bin nicht enttäuscht vom Auftritt meiner Mannschaft. Der Essener Sieg geht völlig in Ordnung. Nur mit großem Glück wäre für uns am Ende noch ein Punkt drin gewesen. So haben wir alle aber ein Lehrstück gehabt, woran es noch hapert und wo im Training der Hebel anzusetzen ist.“

Überuhr präsentierte sich vom Anpfiff an als eine kampfstarke und robuste Einheit, die mit 1:0 und 2:1 vorlegte. Der LTV, der zu stark über die Mitte agierte, konnte zwar anschließend durch Rouven Jahn mit 3:2 (7.) in Führung gehen, dies sollte aber schon die einzige Führung der Langerfelder an diesem Abend bleiben. Denn die Gäste lösten sich schnell wieder auf 9:5 (18.) und 11:8 (22.).

Dem Langerfelder Angriff fehlte es zunehmend an Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Florian Görigk (6) und Marcel Oberbossel (3), Leihgabe der Reserve, trafen als Einzige aus dem Rückraum. Mit der Defensive hingegen zeigte sich Werkmeister recht zufrieden. Mit 10:13 wurden die Seiten gewechselt, ohne dass sich am Spielverlauf etwas änderte.

Mit der besseren Spielanlage und der größeren Durchschlagskraft im Rückraum dominierten die Überruhrer die Partie. Zwischenstände von 15:12 und 18:13 sind Zeichen ihrer Dominanz. Erst beim 21:22 (50.) schöpften die LTV-Fans wieder Hoffnung. Überruhr löste sich mit seinen starken Schützen Lars Krüger (5) und Pierre Sieberin (8) aber postwendend auf 26:23.

In einer sich anschließenden Auszeit des LTV forderte Werkmeister zum Kampf mit dem Mute der Verzweiflung auf, um das Spiel noch zu drehen. Wahrhaftig sprang durch Tore von Görigk und David Biskamp der Anschluss zum 25:26 kurz vor Spielende heraus. 25 Sekunden waren da noch zu spielen. Die Gäste nahmen nun ebenfalls eine Auszeit, um ihren letzten Angriff abzustimmen. Diese Taktik hatte Erfolg. Nikolai Gregory sorgte mit seinem einzigen Treffer 19 Sekunden vor der Sirene für die endgültige Entscheidung. LTV: Oppolzer, Pack (1), Görigk (6), A. Breenkötter, Lorenz (2), Lepper (2), Pauls, F. Breenkötter (1), Biskamp (2/1), Adolphs (3), Oberbossel (3), Jahn (5/3).