Junge CSC-Wilde sind in Bocholt chancenlos

Fußball-Oberliga : Junge CSC-Wilde sind in Bocholt chancenlos

Ersatzgeschwächt kassiert der Oberliga-Neuling beim 1:4 die sechste Niederlage.

Die weite Reise hat sich für den Cronenberger SC nicht gelohnt: Chancenlos unterlag der Oberliga-Aufsteiger beim 1. FC Bocholt mit 1:4 (1:3) und ist nach der sechsten Niederlage im sechsten Spiel am Tabellenende angekommen. „Jugend forscht“ dürfte am Bocholter Hünting das Motto gelautet haben, als man vor Anpfiff einen Blick auf die Aufstellung des CSC wagte. Das Durchschnittsalter von gerade einmal 20,5 Jahren verdeutlichte, wie jung die neue Mannschaft des Aufsteigers ist, in der zusätzlich erfahrene Kräfte wie Ercan Aydogmus oder Lutz Radojewski verletzungsbedingt fehlten. Wegen der geringen finanziellen Möglichkeiten bleibt den Cronenbergern nicht viel anderes übrig, als auf die Strategie Jugend zu setzen.

Die  jungen Wilden hatten trotz der fünf Niederlagen zum Auftakt aber schon phasenweise angedeutet, dass eine Menge Entwicklungspotenzial vorhanden ist. In Bocholt jedoch war die Partie schon nach 20 Minuten entschieden. Zu gut waren die traditionell spielstarken Gastgeber für den CSC, obwohl deren Saisonstart allenfalls als mäßig eingestuft werden durfte. Die Mannschaft von Trainer Manuel Jara schien sich gerade deshalb den Frust von der Seele schießen zu wollen. Wieder kassierte der CSC ein frühes Gegentor (11.), als Arman Corovic bei seinem Kopfball zu viel Platz hatte. Im Minutentakt erspielte sich Bocholt gegen den defensiv zunächst überforderten CSC Gelegenheiten, das unglückliche Eigentor von Aushilfskapitän Niklas Burghard (18.) passte zur Anfangsphase. Torhüter Damir Ivosevic parierte zwei Mal hervorragend und musste doch beim 3:0 durch Ex-Bundesliga-Profi Maurice Exslager (21.) bereits zum dritten Mal hinter sich greifen.

„Wir haben dann auf Fünferkette umgestellt, es lief  bis zur Pause besser“, meinte Trainer Peter Radojewski. Die Mannschaft, die zuvor alle drei Gegentreffer über die rechte Seite kassiert hatte, erholte sich allmählich, konnte aber selbst nur wenig Akzente im Spiel nach vorne setzen. Mut machte der Anschlusstreffer von Kabiru Mohammed (44.), der allerdings unter gütiger Mithilfe von Bocholts Torhüter Andre Bley zu Stande kam.

Doch die Hoffnung auf etwas Zählbares hielt aus Cronenberger Sicht nicht lange. Bocholts Trainer Manuel Jara schien seine Spieler in der Kabine zusammengestaucht zu haben, denn die kamen mit Aggressivität und Spielfreude zurück auf das Feld. Andre Bugla (50.) machte früh alles klar. „Das ist viel zu einfach“, schrie Radojewski in Richtung seiner Spieler. Die hatten in der ein oder anderen Szene zu viel Respekt, was sicher auch Folge der Unerfahrenheit war. Einer starken Tagesform von Torhüter Damir Ivosevic und fehlender Bocholter Zielstrebigkeit war es zu verdanken, dass das Ergebnis für den CSC erträglich blieb. „Das war schon ein deutlicher Leistungsunterschied, es ging zeitweise viel zu schnell für uns“, war Radojewski enttäuscht.

CSC: Ivosevic, Ayinla, Burghard, Simic, Husidic, Kim, Muharremi, Altuntas  (74. Di Mari), Tunc (73. Leber), Knop, Kabiru.

Tore: 1:0 Corovic (11.), 2:0 Burghard (ET, 18.), 3:0 Exslager (21.), 3:1 Kabiru (44.), 4:1 Bugla (50.)

Nächstes Spiel: CSC - SW Essen,  So., 15. September, 15 Uhr

(mkp)
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