Im GA-Pokal werden die Karten neu gemischt

Im GA-Pokal werden die Karten neu gemischt

GA-Pokal: Im Achtelfinale am Mittwoch und Donnerstag setzen die Teams zahlreiche neue Spieler ein.

Jetzt wird es spannend! Mit dem Achtelfinale beginnt am kommenden Mittwoch die heiße Phase des Fußball-GA-Pokals von Westdeutscher Zeitung und Fußballkreis, der zum 59. Mal ausgetragen wird. Die Landesligisten FSV Vohwinkel als Titelverteidiger und der bereits achtmalige Sieger Cronenberger SC führen das Feld an, das sich um einen Platz im Final-Four-Turnier bewirbt, das am Sonntag, 29. Juli, auf dem Sportplatz des FSV in der Lüntenbeck ausgetragen wird.

Nicht nur das nennt FSV-Trainer Thomas Richter als Motivation für sein Team, das Achtelfinale beim TSV Beyenburg ernsthaft anzugehen. „Das sind Testspiele unter Wettbewerbscharakter, in denen sich meine Spieler mir zeigen können, so Richter, der schließlich auch zahlreiche Zugänge einbauen muss — allen voran Ex-Profi Sascha Dum. Wie man den Favoriten ärgern kann, hatte Kreisligist TSV bereits vor einem Jahr im GA-Pokal gegen Vohwinkel gezeigt, lange 1:0 geführt und am Ende knapp mit 1:2 verloren. „Wir wollen uns wieder gut verkaufen“, sagte TSV-Trainer Michele Velardi, der auf ein eingespieltes Team und vier junge Zugänge (Tobias Schmidt/Union, Kevin Sonneborn/Ronsdorf, Ibrahim Bundu/CSC und David Kohls/eigene Jugend) zurückgreifen kann.

Auf den Sieger wartet im Viertelfinale mit dem deutlich aufgerüsteten SV Bayer oder Bezirksligist TSV Ronsdorf ein vermeintlich sehr starker Gegner. Die Ronsdorfer besiegten gerade in einem Test Landesligist FC Remscheid mit 5:1 und fordern am Sonntag um 12 Uhr Oberligist TuRU Düsseldorf (auswärts heraus) heraus. „Das wird noch einmal ein guter Härtetest vor dem GA-Pokal“, sagt der neue Coach Daniele Varveri. Mit den Verstärkungen vom FSV Vohwinkel und den beiden Dönbergern Mike Maron und Mirza Mujkanovic sei Bayer aber nur auf dem Papier ein Kreisligist. Er selbst kann vor allem auf Abwehrchef Benny Cansiz als deutliche Verstärkung bauen.

Verlässlich gute Testspiele, das ist auch für Cronenbergs Coach Peter Radojewski der Reiz am GA-Pokal. „Wir nehmen das extrem ernst“, sagt er vor dem Achtelfinalspiel beim letztjährigen Kreisliga-Dritten SSV Germania (Donnerstag). Zwar werden ihm die Urlauber Ercan Aydogmus und Alen Ruzic sowie die verletzten Marvin Elbl und Bruno Ferreira fehlen, doch mit Spielern wie Davide Leikauf, Timo Leber und Kabiru Mohammed hat er auch so noch viel Klasse im Kader. Germania hat mit Hendrik Hoffmann, Rezep Kocabicak und dem Linder Christian David drei namhafte Zugänge.

Im Viertelfinale würde der Sieger von Dönberg - ASV warten. ASV-Coach Alen Erkocevic hat viele Neue wie Gianlucca Muzzi (FC Remscheid) Jens Bent (CSC II), Marco Bause (FK Jugoslavija) und Dustin Wolters (Ronsdorf) zu integrieren, was im Fall Muzzi, der zuletzt zwei Tore beim 3:5 gegen Landesligist Solingen schoss, schon gut gelungen scheint. Mit Fabio Rizza und Yannik Radojewsk verfügen die Barmer über zwei gute Torhüter. Teammanager Jürgen von der Horst erwartet gegen Dönberg einen klaren Sieg. Dessen neuer Trainer Carsten Tracogna steht vor großen Umstrukturierungsmaßnahmen: viele Akteure, darunter Stützen der letzten Saison, wechselten in höhere Klassen.

Sonnborn gegen Union — vor einigen Wochen wäre das noch die Partie eines Kreis- gegen einen Bezirksligisten gewesen, doch jetzt haben beide die Liga getauscht. So gehen die mit acht Neuen verstärkten Gastgeber als Favorit in das Achtelfinale. „Das Final Four wäre eine schöne Sache“, sagt Trainer Patrick Stroms, der sich auf das Treffen mit dem neuen Union-Trainer Marcus Scholz besonders freut. „Wir wollen uns gut verkaufen, Sonnborn ist aber der Favorit“, sagt Scholz, der einen personellen Umbruch meistern muss. Mit Spielern wie Murat Ercanoglu, Marco Plaga oder Christoffer Loges hat er bei Union schon in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet. Sie laufen nun wieder für die Erste auf.

Gegner im Viertelfinale wäre entweder TVD Velbert, das mit der zweiten Mannschaft auflaufen will oder Achtelfinal-Gastgeber FC 1919, der als Kreisligist im Vorjahr das Final-Four im GA-Pokal erreicht hatte und das sicher gern wiederholen will.

Favorit ist Bezirksligist Jägerhaus-Linde bei B-Kreisligist FK Jugoslavija, muss sich auf der Asche am Opphof aber erst durchbeißen. Die Trainer Yousef Hidroj und Achim Nohlen haben ebenso wie Bezirksliga-Absteiger Grün-Weiß, das beim künftigen Ligakonkurrenten Dornap antreten muss, eine in weiten Teilen neue Mannschaft zusammenzufügen. Den zehn Zugängen Manuel Fischer (Remscheid), Firat Sener (Ronsdorf), Gzim Shabanaj, Omar Cheikh Karmis (beide Grün-Weiß), Ismail El Hajjami, Mustafa Mujkanovic (beide Union), Serkan Konak (Türk. Velbert), Ngoy Mbaba (Dönberg), Isiah William Joseph Muanga (CSC) und Patrick Pielawa (Kirchheim) stehen einige Abgänge gegenüber. „Insgesamt sind wir breiter aufgestellt“, so Hidroj. gh/mkp, ryz, lars