WSV-Zugänge 2018/19: Heinson soll den Etablierten beim WSV Druck machen

WSV-Zugänge 2018/19 : Heinson soll den Etablierten beim WSV Druck machen

Der 22-jährige Len Heinson will sich nach seinem Intermezzo in Bocholt beim WSV nun auf Regionalliga-Niveau beweisen.

Len Heinson ist einer von drei Zugängen beim Wuppertaler SV, die früher schon einmal hier gespielt haben. Während Dennis Malura und Jan-Steffen Meier aber bereits etablierte Spieler sind, muss der 22-Jährige sich auf Regionalliga-Niveau erst beweisen. Er gehe das wie damals an, als er mit 19 im Oberliga-Aufstiegsjahr auf der linken Abwehrseite zum Stammspieler wurde: „Ich gebe mein Bestes und freue mich über jede Minute, die ich spielen darf“, versichert er.

Foto: Otto Krschak

Nach dem Aufstiegsjahr hatte Heinson, der seit der U 19 beim WSV spielt und von Trainer Stefan Vollmerhausen vom Sechser zum linken Verteidiger umfunktioniert wurde, in der Regionalliga bis zum Winter keine einzige Minute mehr erhalten. Niklas Heidemann war eine zu starke Konkurrenz. „Als junger Spieler braucht man Spielpraxis, deshalb bin ich nach Bocholt gegangen“, sagt Heinson und sieht das bis heute als den richtigen Schritt an, auch wenn Bocholt seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz nicht erfüllen konnte. „Ich habe dort gelernt, Verantwortung zu übernehmen, bin in meinem Spiel viel effektiver geworden.“ Heinson belegte das mit vier Toren und neun Torvorlagen in der vergangenen Saison, war absoluter Stammspieler.

Beim WSV hat man seine Entwicklung wohlwollend beobachtet. „Er soll den Etablierten Druck machen“, sagt WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler. Auch auf der Innenverteidigerposition, wo Heinson am Mittwoch gegen Gevelsberg getestet wurde, machte er eine gute Figur. Testspieler Günter Mabanza, der neben Angelo Langer auf Heinsons linker Seite auflief, ist übrigens kein Thema mehr für den WSV, Drittligaspieler Lucas Acquistapace, der sich weiter beim WSV fit hält, kommt, laut Bölstler aus finanziellen Gründen derzeit aber nicht für eine Nachverpflichtung in Frage. So gilt es, den vorläufigen Ausfall von Innenverteidiger Peter Schmetz eventuell aus den eigenen Reihen zu kompensieren, und da könnte auch der 1,88 m große, kopfballstarke und schnelle Heinson ein Thema sein.

Der hat übrigens auch abseits des Fußballplatzes feste Vorstellungen von seiner Zukunft, war noch zu WSV-Zeiten zwischendurch für ein Jahr zum Studieren und Fußballspielen in den USA und arbeitet jetzt in der Erkrather Marketingfirma „Wunderknaben“ seines Vaters mit, wartet auf einen Studienplatz für Medizin. Arbeiten und Fußballspielen — mehr Zeit bleibt derzeit nicht, auch wenn das Luisenviertel, in dem er wohnt, andere Freizeitmöglichkeiten böte.

Am Sonntag will Heinson gegen den 1. FC Köln zeigen, was er drauf hat: „Man muss sie ja nicht verletzen, will aber schon sehen, wo man steht.“ Er will sich schließlich weiterentwickeln, genau, wie das der WSV stetig getan habe. Heinson: „Da ist alles professioneller geworden, ob in der Trainingssteuerung oder auf der Geschäftsstelle.“ gh

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