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Handball: Zwei Ex-Wuppertaler genießen die Berliner Luft

Handball: Zwei Ex-Wuppertaler genießen die Berliner Luft

Bob Hanning und Dagur Sigurdsson sorgen mit den Füchsen für Handball-Euphorie

Wuppertal. Bob Hanning (42) und Dagur Sigurdsson (37), einst für den HC Wuppertal aktiv, mischen zurzeit mit den Füchsen Berlin die Handball-Bundesliga auf. Bob Hanning, früherer Trainer des HCW, ist heute Manager bei den Füchsen. Und der frühere Spielmacher von HSG und HCW, Dagur Sigurdsson, seit einem Jahr Trainer in Berlin.

Nach Siegen gegen THW Kiel und die SG Flensburg liegen ihre Füchse auf Platz 1 der Bundesliga. Können Sie sich vorstellen, dass das nach dem letzten Spieltag auch noch so ist?

Hanning: Die Tabellenführung ist eine für uns sehr erfreuliche Momentaufnahme, die aber auch kein Zufall, sondern das Produkt intensiver Arbeit ist. Und dabei möchte ich vor allem unseren Trainer Dagur Sigurdsson nennen. Ein Mann, der Visionen hat, der etwas entwickeln kann und in Berlin Handballgeschichte schreiben will. Dazu gehört, dass wir uns für Europa qualifizieren. Berlin ist international, und das müssen wir auch werden.

Hanning: Als ich damals in Wuppertal als Trainer einstieg, wollte ich ihn zum Bleiben als Spieler bewegen, aber ihm lag das lukrative Angebot aus Japan vor. Als ich ihn in seiner Heimat Island besucht habe, da wusste ich, dass ich mit keinem anderen Trainer mehr reden musste, weil ich den Richtigen gefunden hatte.

Warum sind Sie vor fünf Jahren vom etablierten HSV Hamburg zu einem Zweitligisten gewechselt, dem damals der Lizenzentzug drohte?

Hanning: Wir haben für die erste Saison 17 Dauerkarten verkauft, von denen zwei an meine im Ruhrgebiet wohnenden Eltern gingen. Seitdem waren unglaublich viel Herzblut, Arbeit, Gespräche und Überzeugungskraft bei Spielern und potenziellen Sponsoren nötig, bis es aufwärts ging und wir aus unserer Sporthalle in die Max-Schmeling-Halle mit 9000 Zuschauern Fassungsvermögen umziehen konnten.

Hanning: Ja klar. Da gab es nämlich auch viele schöne Momente, und ich bin glücklich, dort einen Menschen wie Horst Wingenroth kennen gelernt zu haben. Großartig, wie der Horst sich immer verhalten hat.

Hanning: Natürlich, ich bin froh, dass es mit dem BHC wieder aufwärts geht. Im Pokal könnten die Füchse ja auf den BHC treffen, falls beide Verein die dritte Runde überstehen sollte.

Wie wäre es mit dem Pokallos Bergischer HC?

Hanning: Über ein solches Zusammentreffen mit dem BHC würde ich mich sehr freuen.