Handball/TV Beyeröhde: Vorsprung fast verspielt

Handball/TV Beyeröhde: Vorsprung fast verspielt

Beyeröhdes Zweitliga-Damen gewinnen das Topspiel gegen Halle-Neustadt mit 29:28 (19:11). Gegen Garßen-Celle besteht nun am 14. April die Chance, sich einen der vier Plätze für die Play-offs zur 1. Handball-Bundesliga zu sichern.

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p class="text">Wuppertal. Zehn Tore Vorsprung - normalerweise können sich die Fans des TV Beyeröhde in Ruhe zurücklehnen. Doch das war am Samstag gegen den Tabellennachbarn SV Union Halle-Neustadt im Spiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten völig anders. Da gab es einen Kräfteeinbruch bei den Schützlingen von Dieter Trippen und am Ende hörbares Aufatmen, als die Anzeigetafel ein 29:28 (19:11) zugunsten des TV Beyeröhde anzeigte. Krankheits- oder verletzungsbedingt (Bianca Trumpf und Steffi Bergmann fehlten, Anna Brandt und Anne Voß waren angeschlagen) war der Kader reduziert und das machte sich mit zunehmender Spielzeit bemerkbar. Vor der Pause trumpften die Beyeröhderinnen dagegen nach Belieben auf, inszenierten die von der großartigen Ilka Held angesagten Spielzüge zur Freude der Fans nahezu perfekt und zeigten zunächst eines der besten Spiele überhaupt. Verwirrend und blitzschnell die Angriffe, die oft genug Vicky Markwardt am Kreis freispielten. Und die ließ den Union-Torhüterinnen mit ihrer ausgefeilten Wurftechnik kaum eine Chance. Hilfreich waren auf der Gegenseite sicher auch die überhasteten Würfe und technischen Fehler der ostdeutschen Gäste und die Klasseform von Tanja Missner. Da war die deutliche Halbzeit-Führung und der spätere Zehn-Tore-Vorsprung nur eine logische Entwicklung dieses temporeichen Spiels. Doch Halle-Neustadt, angetrieben von der wuchtigen und wenig zimperlichen Maike Daniels, verfügte nicht nur über eine unermüdliche Kampfkraft sondern auch über den größeren Kader, der Union-Trainer Jörgen Gluver ausreichend Auswechselmöglichkeiten bot. Tor um Tor holten die wurfgewaltigen Gäste auf und hätte nicht Vicky Marquardt einer gegnerischen Abwehrspielerin den Ball "abgeluchst" und zum 28:24 eingeworfen oder Tanja Missner kurz zuvor einen Siebenmeter pariert, dann wäre das Drama im Spitzenspiel wohl ohne glückliches Ende abgelaufen.

Somit hat sich der TV Beyeröhde aber mit bemerkenswerter Energie behauptet und im nächsten Spitzenspiel am 14. April gegen Garßen-Celle (18 Uhr, Sporthalle Heckinghausen) die Chance, sich einen der vier Plätze für die Play-offs zur 1. Handball-Bundesliga zu sichern.

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