1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Lokalsport

Handball: „Spiel des Jahres“ für den TV Beyeröhde

Handball: „Spiel des Jahres“ für den TV Beyeröhde

Wuppertal. Egal, ob man sich über das Pokallos freut oder nicht — das „Spiel des Jahres“ ist das Match gegen den zwölffachen deutschen Meister und neunfachen Pokalsieger Bayer Leverkusen am Donnerstag in der Buschenburg (17 Uhr) für den TV Beyeröhde und seine Anhängerschaft auf jeden Fall.

„Ein Glückslos“, freute sich Abteilungsleiter Stefan Müller nach der Auslosung. Auch die Leverkusener Verantwortlichen wie Geschäftsführerin Renate Wolf und Trainerin Heike Ahlgrimm waren recht zufrieden. „Keine lange Anreise für uns und unsere Fans und eine Ansetzung, bei der wir die Favoriten sind“, war auch das Echo aus der Leverkusener Nachbarschaft positiv. Beyeröhdes Trainerin Meike Neitsch, die auch schon bei den „Werkselfen“ mit Erfolg gearbeitet hat, sah das etwas anders: „Die Losfee hat versagt“, war sie nur mäßig begeistert, wohl wissend, dass ihre Mädels gegen das Team mit Spitzenspielerinnen aus acht Nationen krasse Außenseiter sind und schon ein mittleres sportliches Wunder brauchen werden, um diese Hürde nehmen zu können.

Dass die Münch-Zwillinge Mandy und Sandra (22) auch für den Bundesligisten spielberechtigt sind, gibt dem „Spiel des Jahres“ eine besondere Pikanterie, wobei Bayer Leverkusen die beiden „Leitwölfinnen“ des TVB dem kleinen Nachbarn aus der dritten Liga großzügig überlässt.

„Auch ohne die Münchs müssen wir das schaffen“, so die Meinung auf Bayer-Seite. Was TVB-Handball-Abteilungsleiter Müller aber richtigstellt: „Wir haben auch bei Pokalspielen den Erstzugriff auf die Zwillinge“, sagt er. Ob Kapitän Mandy Münch auflaufen kann, ist ohnehin fraglich, konnte sie doch bisher wegen einer langwierigen Fußverletzung noch nicht eingesetzt werden. Dass es dennoch bisher ausschließlich Siege gab, zeigt, dass man auch das Fehlen der in der vergangenen Saison überragenden Mandy Münch mit Einsatzwillen und guter körperlicher Verfassung kompensieren kann. Ein Handballfest sollen die Fans in der Buschenburg am „Tag der Einheit“ auf jeden Fall erleben. fwb