Handball-Oberliga: Siebenmeter verdirbt LTV die Siegerlaune

Handball-Oberliga: Siebenmeter verdirbt LTV die Siegerlaune

24:24 gegen Jahn Hiesfeld lässt die Langerfelder weiter zittern.

Wuppertal. Als die Herren in zartem Hellblau 14 Sekunden vor Schluss nach einem imaginären Foul am LTV-Kreis Siebenmeter für Jahn Hiesfeld gaben, der zum 24:24 (14:9)-Ausgleich führte, da kochte die Volksseele in der Heckinghauser Halle. Nur einer behielt kühlen Kopf: LTV-Trainer Ole Hölzel, der die Schuld am Punktverlust nicht bei dem ansonsten passabel pfeifenden Gespann Brückner/ Zimmermann suchte.

"Wir haben mehrfach klar geführt und hätten die zweite Hälfte mit einem Fünf-Tore-Vorsprung komfortabel durchziehen können. Doch dann haben wir beste Chancen nicht verwertet", meinte der einstige Klassespieler und wurde dabei auch von Routinier Andreas Hallmann bestärkt. "Diesen Punktverlust haben wir uns selbst zuzuschreiben" , sagte Hallmann nach der aufregenden Partie, die der LTV nach nervösem Beginn in der ersten Hälfte sicher beherrschte.

Vor der Pause hatte selbst die rote Karte gegen den vor der eigenen Abwehr allzu beherzt zugreifenden Kreisläufer Andreas Somnitz keinen Bruch gebracht. Der LTV kombinierte gegen den Tabellennachbarn sicher, schloss zielsicher ab und sah wie der spätere Sieger aus.

Doch die Gäste aus Hiesfeld verstanden es im zweiten Durchgang, die Angriffe der Platzherren zu durchkreuzen und Gegenstöße zu laufen, die fast immer zum Ziel führten, obwohl Benedikt Köß wiederum einen guten Tag erwischt hatte und 14 Chancen (darunter einen Siebenmeter) reaktionsschnell entschärfte.

So wurde es nach einer 22:18-Führung noch einmal eng. Die Entscheidungen der Unparteiischen fielen nun meist gegen den LTV aus, der sich acht Pfosten- und Lattentreffer und zwei verworfenen Siebenmetern leistete. "Bei den kuriosen Ergebnissen müssen wir vielleicht bis zum letzten Spieltag zittern", sagte Co-Trainer Dieter Dietze mit Blick auf die Resultate des Wochenendes.

LTV: Köß, Baermann (ein Siebenmeter), Joost (1), Bangert (1), Cickusic (7), Maly (1), Wohlgemuth (n.e.), Kostros (5/2), Malte Pauls (1), Hallmann, Somnitz(1), Obermeier (6/2), Morten Pauls (1)

Zuschauer: 450

Schiedsrichter: Brückner/Zimmermann Siebenmeter: 6/4 : 5/3 Zeitstrafen: 12 Min.: 8 Min. Rote Karte: Somnitz Spielfilm: 5:5, 14:9 - 17:16, 22:18, 23:20, 24:24.

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