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Handball/BSC: Ein Derby mit Vorgeschichte

Handball/BSC: Ein Derby mit Vorgeschichte

Der Zweitligist BHC erwartet am Samstag den Leichlinger TV in der Bayer-Halle.

Wuppertal. Raimo Wilde macht einen ganz gelassenen Eindruck, wenn er an den Saisonauftakt am Samstag denkt. "Wir sind bestens vorbereitet und freuen uns, dass es jetzt losgeht", sagt der Coach des Zweitligisten Bergischer HC. Dass am Samstag um 18.15 Uhr in der Bayer-Halle ausgerechnet das Derby gegen Leichlingen ansteht, bringt den 44-Jährigen nicht aus der Ruhe. Dabei war es doch gerade Fast-Absteiger Leichlingen, der im Endspurt der vergangenen Saison den BHC bei einem 35:35-Remis beinahe bis auf die Knochen blamierte. "Da denke ich überhaupt nicht mehr dran", versichert Wilde.

Neues Spiel, neues Glück heißt es für die Bergischen in der kommenden Saison. Und in der wollen die "Löwen" auch endlich zum großen Sprung Richtung 1.Liga ansetzen. Dazu bekennen sich alle Beteiligten, von Manager Stefan Adam bis Maskottchen "Bergi" einmütig. Eine Übermannschaft, wie in den vergangenen drei Jahren mit Essen, Dormagen und Düsseldorf ist diesmal nicht in Sicht.

Dafür scheint die Spitze der Liga umso breiter aufgestellt. Davon ist auch BHC-Trainer Raimo Wilde überzeugt. Mit Coburg (unter Düsseldorfs Aufstiegstrainer Georgi Sviridenko), dem Vorjahreszweiten Friesenheim, der HSG Frankfurt (Zusammenschluss aus Münster und Wallau), Bietigheim, Eisenach, Bittenfeld und Hüttenberg macht Wilde gleich sieben weitere potenzielle Top-Teams aus.

Den BHC-Auftaktgegner Leichlingen rechnen die Experten freilich nicht dazu. Zwar konnte Trainer Frank Lorenzet seine Mannschaft, die den Klassenerhalt nur am "grünen Tisch" schaffte, in der Sommerpause deutlich verstärken, doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Das musste Leichlingen jüngst feststellen, als man daheim sang- und klanglos mit 23:30 gegen den Zweitligakonkurrenten Erlangen aus dem Pokal flog.

Unter den Zuschauern war auch der komplette BHC, der Zeuge wurde, wie die Leichlinger klassisch ausgekontert wurden. "Das könnte auch unsere Strategie sein", sagt Wilde. Bekanntester Akteur in den Reihen des Außenseiters ist Alexander Oelze, der beim BHC für Neuzugang Kristoffer Moen weichen musste.

Zudem an Bord bei den Handball-Pirates sind Erstliga-Schlussmann Matthias Reckzeh, der erfahrene Anthony Pistolesi, Fast-Zweitliga-Torschützenkönig David Kreckler und die Ex-Wuppertaler Achim Jansen, Marc Ross, Benedikt Köß und Co-Trainer Jens Buss.