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Handball: BHC weiter außer Tritt

Handball: BHC weiter außer Tritt

Der Zweitligist leistet sich eine überraschende 29:30-Heimniederlage gegen Obernburg. Der erhoffte vierte Tabellenplatz ist in weite Ferne gerückt.

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p class="text"><strong>Wuppertal. Ernüchterung bei den Handballern des Bergischen HC. Am Samstagabend kassierte der Handball-Zweitligist in der Klingenhalle in Solingen eine unerwartete 29:30 (11:16)-Niederlage gegen TuSpo Obernburg. Nach der dritten Pleite in Folge, (die letzten beiden gegen potenzielle Abstiegskandidaten) müssen die "Löwen" aufpassen, dass sie nicht den guten Eindruck verspielen, den sie seit Jahresbeginn hinterlassen haben. Den anvisierten vierten Tabellenplatz können die Bergischen fast schon abschreiben, wenn auch kurioserweise die anderen Teams aus dem oberen Tabellendrittel (mit Ausnahme von Spitzenreiter Dormagen) allesamt verloren.Vor 800 Zuschauern in der Klingenhalle boten die Hausherren vor allem in der 1. Halbzeit eine sehr schwache Leistung. Phasenweise hatte man den Eindruck, dass einige Akteure des ersatzgeschwächten BHC-Teams nur mit halbem Einsatz bei der Sache waren. Auch die Konzentration ließ zu wünschen übrig, und so lud der BHC durch etliche Fehler im Angriff die Obernburger immer wieder zu Kontern ein. "Dass sie schnell sind, wussten wir vorher. Aber dann darf man es ihnen natürlich erst recht nicht so leicht machen", zog der verletzt pausierende Sven Hertzberg einen Strich unter den blamablen 11:16-Halbzeitstand. Dabei hatte der Underdog aus Obernburg seinen besten Rückraum-Shooter nicht einmal mit an Bord. Philipp Müller, der den BHC im Hinspiel mit elf Feldtreffern fast im Alleingang erledigt hatte, lief wegen eines Zweitspielrechts mit dem Erstligisten Großwallstadt gleichzeitig in Magdeburg auf. Müller wird stolz auf seine TuSpo-Kollegen gewesen sein, denn die spielten ihren Stiefel solide herunter.

Selbst die frühe rote Karte gegen den bis dahin sehr starken Abwehrorganisator Sebastian Schulz (24.) konnten die offensiv deckenden Gäste kompensieren. Auch deshalb, weil der slowakische Klassekeeper Milos Hacko klar besser drauf war als seine Gegenüber Nippes (wurde nach einem heftigen Kopftreffer ausgewechselt) und Zoubkoff.

Dennoch durften die BHC-Fans zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder hoffen, als Trainer Raimo Wilde mit Kreisläufer Seppel Hinze, Regisseur Mathias Fuchs und Jens Reinarz (nach zehnwöchiger Verletzungspause erstmals wieder dabei) frische Kräfte ins Spiel brachte, die sofort loslegten wie die Feuerwehr.

Auf 17:18 warfen sich die nun wesentlich lebhafteren "Löwen" innerhalb von nur sechseinhalb Minuten heran, doch durch technische Fehler, überhastete Aktionen oder Fehlwürfe konnten sich die Obernburger erneut auf 26:22 (49.) absetzen.