Handball: BHC vor englischer Woche

Handball: BHC vor englischer Woche

Samstag kommt der Aufsteiger Neuenhausen in die Bayer-Halle. Dienstag Eisenach im Pokal.

Wuppertal. Eine englische Woche steht den Handballern des Bergischen HC bevor. Morgen (Anwurf 18.15 Uhr) empfangen die "Löwen" in der Bayer-Halle Aufsteiger TV Neuhausen zum Zweitligaspiel. Am Dienstag (20 Uhr) folgt an gleicher Stelle das Pokalspiel gegen den ThSV Eisenach und am darauf folgenden Samstag gastieren die Bergischen beim HSC Coburg. "Drei Spiele innerhalb von einer Woche - das kommt uns absolut entgegen. Meine Spieler sind körperlich in hervorragender Verfassung und wir haben ein sehr gutes Regenerationsprogramm", sagt BHC-Trainer Raimo Wilde zuversichtlich.

Von der Papierform scheint die Aufgabe gegen Neuhausen die einfachste für den Zweitligaspitzenreiter. Doch spätestens seit dem Wochenende sollten alle gewarnt sein, den Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Die Süddeutschen fegten nämlich die TSGGroß-Bieberau mit 35:19 weg. Wegbereiter des Kantersiegs war der von Neuhausen kurzfristig verpflichtete Torwart Milos Slaby. Der 37-Jährige ehemalige Bundesligakeeper (Balingen-Weilstetten), der international auch schon für Tschechien zwischen den Pfosten stand, zog dem Gegner schon in den ersten drei Minuten den Zahn, als er gleich drei Strafwürfe entschärfte. Zwei weitere Paraden und 15 zusätzliche Paraden sollten folgen, bis er nach 47 Minuten ausgewechselt wurde. Also erneut ein Siebenmeterkiller gegen den BHC.

Die "Löwen" bissen sich zuletzt in Eisenach ebenfalls die Zähne vom Siebenmeterpunkt aus und trafen lediglich einmal bei sechs Versuchen. "Das braucht man nicht zu dramatisieren. Wir hätten ja sogar den sechsten auch noch verwerfen können und hätten trotzdem gewonnen", sieht es Wilde ganz pragmatisch. Und so eindrucksvoll auch Slabys Bilanz ausgefallen war, seine Vorderleute taten es dem BHC gleich und schossen ebenfalls fünf Fahrkarten vom Punkt. Beim BHC geht man mit gestärktem Selbstvertrauen in die englische Woche. Die Partie in Eisenach, als die Bergischen mit einer furiosen Schlussviertelstunde eine drohende Niederlage in einen glanzvollen Sieg verwandelten, zeugt von der Klasse und Nervenstärke des Teams. Gegen Neuhausen kann Wilde erneut aus dem Vollen schöpfen und setzt taktisch auf das bewährte Erfolgsrezept: "Wir werden unser Tempospiel 60 Minuten lang knallhart durchziehen."

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