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Handball: BHC erfüllt die eigenen Ansprüche nicht

Handball: BHC erfüllt die eigenen Ansprüche nicht

Beim 29:29 in Obernburg gibt es wieder keinen Auswärtssieg.

Wuppertal. Am Ende waren Trainer Raimo Wilde und die Seinen noch erleichtert, dass sie einen Punkt ergattert hatten. Doch gemessen an den eigenen Ansprüchen war für Zweitligist Bergischer HC auch das 29:29 (13:18) zu wenig. Hatte Wilde doch im Vorfeld der Partie beim abstiegsbedrohten TuSpo Obernburg noch die Losung ausgegeben: "Hinfahren - die Punkte einsacken und wieder zurückfahren".

Doch diese Planung wurde gründlich über den Haufen geworfen. In erster Linie deshalb, weil wieder einmal die Trefferquote nicht stimmte. Die Quittung dafür: Bereits seit fünf Auswärtsspielen ist die Mannschaft ohne Sieg. Eine mehr als magere Bilanz für einen Aufstiegskandidaten, der gegen Obernburg die gleichen Fehler wie zwei Wochen zuvor bei der Niederlage in Hüttenberg wiederholte.

Ähnlich war auch der Spielverlauf. Bis zum 8:9 (17.) ging es ausgeglichen zu in der Sparkassen-Arena in Elsenfeld. Überzeugend war die Vorstellung des Favoriten, der wegen Zeitstrafen der Obernburger bis zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal in Überzahl agierte, aber beileibe nicht. Und als sich TuSpo-Keeper Milos Hacko noch weiter steigerte, wuchs der Rückstand in erschreckende Dimensionen: 9:16 (24.), 13:20 (35.) und 15:22 (39.). Für die zahlreichen Fans, die aus dem Bergischen mitgereist waren, wurde das Zuschauen zu einer Qual.

Drei verworfene Siebenmeter (Alexander Oelze, Jens Reinarz, Kristian Nippes) verschärften die Lage zusätzlich. Für den späten Umschwung sorgten erst zwei Glücksgriffe von BHC-Coach Wilde: Torwart Chrischa Hannawald und Rückraumspieler Joey Duin wären beinahe noch zu Matchwinnern avanciert. Vor allem der holländische Neuzugang hatte sich nach seiner ersten überzeugenden Vorstellung im BHC-Dress und sieben Treffern in den letzten 20 Minuten ein Extra-Lob verdient. "Joey hat heute viel Vertrauen zurück gegeben", so Wilde. Aufgrund der zweiten Halbzeit zog er noch ein versöhnliches Fazit und stellte die gute Moral heraus.