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Handball: BHC dreht nach der Pause auf

Handball: BHC dreht nach der Pause auf

Mit 34:28 (14:13) schlägt der Zweitligist die SG Bietigheim-Metterzimmern. Torhüter Stefan Nippes als großer Rückhalt.

Wuppertal. Mit einem Sturmlauf in der zweiten Spielhälfte ließ der BergischeHC gestern Abend in der Klingenhalle den Gästen von der SG Bietigheim-Metterzimmern nicht den Hauch einer Chance. Innerhalb weniger Minuten zog der BHC von 23:19 auf 30:20 davon und entschied die Partie.

Torhüter Stefan Nippes trug mit einer klaren Leistungssteigerung kräftig zum Aufschwung bei. Auf ihm lastete wegen des Ausfalls von Ivan Zoubkoff (Kreuzband nur leicht angerissen, voraussichtlich acht Wochen Pause) erstmals die alleinige Verantwortung im Kasten des BHC.

Mit seinen tollen Paraden leitete Nippes immer wieder Tempogegenstöße und die zweite Welle ein. "Ich wusste, dass ich heute durchspielen muss und wollte es besonders gut machen. Deswegen dauerte es ziemlich lange, bis ich meine Nervosität abgelegt hatte. In der zweiten Hälfte konnte ich dann umsetzen, was ich mir vorgenommen habe", kommentierte Stefan Nippes seine Leistung.

Dass er in glänzender Form ist, hatte er vor ein paar Tagen schon bei einem Probetraining in Magdeburg unter Beweis gestellt. Das Training war nach Aussage des Torhüters, der den BHC zum Saisonende verlassen wird, sehr positiv verlaufen. Für Nippes besteht sogar die Chance, in den Erstligakader des SC Magdeburg zu rutschen, wo der frühere Wuppertaler Michael Biegler als Cheftrainer arbeitet. "Es gibt ein gegenseitiges Interesse", bestätigt Stefan Nippes.

Vor der Pause hatten die Zuschauer in Solingen eine eher mäßige Partie gesehen. Beide Mannschaften leisteten sich Fehlwürfe in Serie. Davon profitierten zunächst besonders die Gäste, die bei Tempogegenstößen durch ihren Linksaußen Matthias Hinz allein fünf Mal erfolgreich waren.

Der BHC begann in der Abwehr zuweilen recht ungeschickt. Henning Quade handelte sich schnell zwei Zeitstrafen ein, wurde aber von Trainer Raimo Wilde nicht gleich auf die Bank beordert, sondern musste nun mit seinen Kräften haushalten.

"In der ersten Halbzeit bin ich mit der Abwehr trotzdem zufrieden gewesen, der Abschluss hat mir aber gar nicht gepasst. Nach dem Wechsel sind wir dann über unser Tempo zu vielen einfachen Toren gekommen", zog Trainer Raimo Wilde nach dem klaren Sieg eine positive Bilanz.