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Handball: Beyeröhde hofft auf Mozga und die Punkte

Handball: Beyeröhde hofft auf Mozga und die Punkte

Am Samstag folgt das Gastspiel bei Sachsen Zwickau.

Zwickau. Wenn im fernen Moskau die Elite-Kicker auf Kunstrasen um die WM-Qualifikation kämpfen, möchte der TVBeyeröhde in Zwickau (das sind hin und zurück immerhin mehr als 1000 Kilometer) möglichst die ersten Punkte einfahren. Um 18 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz trifft der TVB auf den BSV Sachsen Zwickau, der mit 2:4-Punkten auch noch keine Bäume ausgerissen hat. Deswegen mussten sich die Spielerinnen zuletzt auch herbe Kritik von ihrem Trainer Steffen Wohlrab, im Zivilberuf Diplom-Historiker, anhören.

Dabei ist die im Durchschnitt noch junge, aber zweitligaerfahrene Mannschaft recht gut besetzt und hat mit der litauischen Nationalspielerin Evalina Kalasauskaite und der Rumänin Corina Cupcea einen starken Rückraum sowie der japanischen Außen Emi Uchibayashi eine Spielerin, die so mancher Abwehr Rätsel aufgeben kann. "Ich habe Zwickau auf Video beobachtet und rechne nicht mit großen Überraschungen", erklärt TVB-Trainer René Baude, der den Gegner aber auch nicht als das Hauptproblem ansieht. "Das liegt eher bei uns selbst. Wir haben auch im Pokalspiel in Drolshagen in Abwehr und Angriff nicht überzeugt und müssen vornehmlich an unseren eigenen Fehlern arbeiten, ehe wir uns groß mit dem Gegner beschäftigen. Keine Frage, dass Zwickau ein heißes Pflaster ist und man da nur über den Kampf gewinnen kann."

Da er mit dem Einsatz der zuletzt so schmerzlich vermissten Linkshänderinnen Anna Disselhoff und Lisa Nettersheim ("sie soll zumindest phasenweise spielen", so Baude) rechnet, hat der TVB-Coach die Qual der Wahl. "Ich werde herausfinden, wer richtig heiß auf den Sieg ist."

Eine brennt ganz sicher auf ihren Einsatz: Die ungarische Torhüterin Lilla Mozga, auf deren Spielberechtigung der TV Beyeröhde hofft. "Ich bin optimistisch, dass sie am Samstag in Zwickau zum ersten Mal bei uns im Tor stehen wird," sagt Team-Managerin Steffi Osenberg. Eine Arbeitsstelle wurde für die im Tor dominante, ansonsten eher schüchtern wirkende Ungarin besorgt, und nun wird täglich auch mit dem Eingang der Spielberechtigung gerechnet.