Hallenmeisterschaft in Wuppertal: Souveräne Schiedsrichter und glückliche Germanen

Hallenmeisterschaft in Wuppertal : Souveräne Schiedsrichter und glückliche Germanen

Trotz insgesamt fairer Spiele bei den Hallenfußballmeisterschaften in Wuppertal gibt es einige Verletzungen. Viel Lob für Ronsdorf. BV 85 Azadi überrascht.

Noch lange nach dem Finalsieg klangen aus der Kabine des TSV Ronsdorf Gesänge. Trainer Denis Levering freute sich: „Es bedeutet den Jungs sehr viel und mir persönlich auch, wobei das Augenmerk natürlich auf der Meisterschaft liegt. Aber wie man sieht, ist es für die Jungs einfach ein Highlight hier. Ich fand das Turnier spannend. Was mich etwas gestört hat, war das teilweise überharte Einsteigen von Spielern an der Bande.“

Nicht nur daran lag es, dass die Sanitäter insgesamt viermal Spieler vom Feld tragen mussten. Am schlimmsten hat es Sonnborns Daniel Woznik erwischt, der im ersten Spiel nach einer unglücklichen Aktion ohne Gegnereinwirkung ausschied. Im Krankenhaus bestätigte sich der Verdacht auf Knöchelbruch. Insgesamt fand Robin Braun, Wuppertals ranghöchster Schiedsrichter, das Turnier aber fair. Der Drittliga-Referee leitete wie seine Kollegen Franziska Hau, Simon von Balen und Rolf Kramer die Spiele absolut souverän.

Ärgerlich nur, dass die Hallenuhr sich nach der Vorrunde nicht von zwölf auf 15 Minuten umstellen ließ. Nach fast halbstündigen Versuchen gab man auf. Die ersten drei Minuten wurden dann vom Kampfgericht gestoppt.

Bei Routinier Thomas Rohde, der beim SSV Germania coachte und nachher auch selbst die Tore machte, dämpfte das die Freude nicht: „Das ist hier für uns mehr als ein Erfolg. Wenn uns jemand vor dem Turnier gesagt hätte, wir ziehen ins Finale ein, den hätten wir vermutlich für verrückt erklärt. Dass wir durchmarschieren, ist ein Traum und in meinem Alter natürlich toll, das nochmal erleben zu dürfen“, sagte er lächelnd. Auch wenn man es am Ende noch einmal spannend gemacht habe, sei Ronsdorf der verdiente Turniersieger gewesen: „Sie haben einen richtig guten Ball gespielt.“

Zufrieden war auch das Sonnborner Trainer-Duo Sascha Schulz und Patrick Stroms: „Mit einem vierten Platz haben wir viel erreicht, die Jungs haben ein tolles Turnier gespielt. Nach dem Spiel im Halbfinale wäre es auch nicht verdient gewesen, ins Finale einzuziehen.“

Günter Abel, Trainer des FSV Vohwinkel , ärgerte sich dagegen: „Wir haben in den ersten drei Spielen viel falsch, gegen den WSV alles richtig gemacht und dann gegen Ronsdorf wieder so gespielt wie in der Vorrunde. Da hatte er noch beklagt, dass er fast nur Abwehrspieler aufbieten könne. Mit Tarkan Türmken kam aber Schwung in die Offensivaktionen.

Caner Özkan, Stürmer von BV 1885 Azadi, freute sich, dass er mit seinen fünf Toren zum guten Abschneiden des A-Kreisligisten hatte beitragen können. Dessen Achtelfinaleinzug nach dem 6:3-Vorrundensieg gegen Grün-Weiß war eine der Überraschungen des Turniers. GW-Trainer Clark Schworm dazu: „Ich bin bitter enttäuscht. Gerade, weil man im Spiel gegen den CSC gezeigt hat, was man in der Halle spielen kann. Gegen Azadi hat aber nichts funktioniert. Da haben wir hoch verloren, und das eine Tor fehlt uns dann leider am Ende. Wir hätten gegen Ronsdorf oder Sonnborn mit der Leistung vom Cronenberg-Spiel bestimmt eine Chance gehabt“. Sparkassenvorstand Axel Jütz urteilte: „Ein schönes Turnier mit teilweise überraschenden Ergebnissen und jungen, talentierten Spielern, die man noch gar nicht so kennt.“ mkp/gh