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Grün-Weiß Wuppertal gewinnt das Lokalderby

Fußball-Kreisliga A: : Grün-Weiß siegt im Lokalderby

Die Oberbarmer kommen wieder etwas näher an die Tabellenspitzte heran. Dort muss der TSV Union nach dem 0:0 im Spitzenspiel beim TSV Beyenburg die ersten Punkte abgeben, bleibt aber als einziges Team noch ungeschlagen.

In der Wuppertaler Kreisliga A fiel die Partie ASV Wuppertal - FC 1919 den Witterungsbedingungen zum Opfer - der Rasenplatz am Gelben Sprung war nach dem Dauerregen nicht bespielbar. Über die Partie des TSV Beyenburg gegen den TSV Union berichten wir am Ende ausführlich.

Gruppe 1, SV Heckinghausen - Grün-Weiß 2:3 (2:2). Nur 1,8 Kilometer trennen die Sportplätze des SVH und von Grün-Weiß - und auch tabellarisch waren beide Mannschaften bislang Nachbarn - nach dem Sieg der Oberbarmer, der sie auf Platz 5 hievt, ist das aber zunächst nicht mehr der Fall. „Das tut uns in einer für uns komplizierten Phase richtig gut. Wir haben uns für eine couragierte Leistung heute belohnt, der Sieg ist nicht unverdient“, meinte Andre Brieger, der nach dem Rücktritt von Clark Schworm jetzt hauptverantwortlicher Trainer bei Grün-Weiß ist. Murat Yavuz erzielte nach 65 Minuten den Siegtreffer für die Gäste. „Man hat schon gemerkt, dass Grün-Weiß altersbedingt sehr abgezockt ist und wir dagegen unerfahren“, sagte SVH-Trainer Mehdi Amouchi, der ein Remis aufgrund des Spielverlaufs trotzdem als verdient empfunden hätte. Die weiteren Tore erzielten: Marco Cangelosi, Maurice Schaumburg (GW) sowie Angelo Falletta (2) für den SVH. Überschattet wurde das umkämpfte Derby von einer schweren Verletzung des SVH-Spielers Daniele Di Pasquali, der nach einer halben Stunde mit Verdacht auf einen Meniskusriss vom Krankenwagen abgeholt werden musste.

SSV Sudberg - Hellas Wuppertal 2:3 (1:1). Coronabedingt hat Hellas erst drei Saisonspiele absolvieren können, aber bereits sechs Punkte eingefahren. In der Heinz-Schwaffertz-Arena fuhr die Mannschaft von Spielertrainer Athanassios Bampakos einen verdienten Sieg ein, der nur in der Schlussphase kurzzeitig in Gefahr geriet. „Wir waren in beiden Halbzeiten die bessere Mannschaft, das 1:1 zur Pause war aus Sudberger Sicht glücklich“, so Bampakos nach dem Spiel. Kyriakos Tsinalanidis (5.), Christopher Seifer (51.) und Georgios Tzelalis (55.) trafen für die Gäste, Stefano Sinicropi (25.) und Erik Saribekjan für Sudberg, das nach bereits sechs absolvierten Partien nur einen Zähler mehr aufweist, als Hellas.

TSV Ronsdorf II - BV 1885 Azadi 1:4 (1:0). Dritter Sieg in Folge für Azadi, das inzwischen Tabellenzweiter ist. „So langsam fängt der Motor an zu laufen, es war ein super Spiel von uns“, freute sich der zweite Vorsitzende Gökhan Güner. Ein Sonderlob hatte Güner für den Schiedsrichterr: „Das war heute eine tolle Leistung von ihm.“ Ronsdorfs Trainer Sven Kaiser sprach von einem „kollektiven Versagen“ seiner Mannschaft im zweiten Durchgang. Zur Pause führten die Zebras noch durch einen Treffer von Till Schüttrumpf (40.) und hätten auf 2:0 erhöhen können. „Da hat man gemerkt, dass wir noch sehr grün hinter den Ohren sind“, so Kaiser. Je zweimal Sercan Dogan (47. und 85.) und Caner Özkan (58. und 61.) trafen nach dem Wechsel für Azadi.

TSV Beyenburg - TSV Union 0:0. Beim vermeintlichen Gipfeltreffen in der Kreisliga A an der Albertshöhe auf Sondern konnte der bislang verlustpunktfreie Ligaprimus TSV Union Wuppertal seine Siegesserie nicht fortsetzen. Beim torlosen Remis zwischen der Mannschaft von Trainer Ünsal Bayzit und dem Tabellenvierten TSV Beyenburg vermochten beide Teams die wenigen sich bietenden Chancen nicht zu nutzen. 

Noch im vergangenen September hatten die Beyenburger am Hardenberg einen 5:0-Kantersieg feiern können. Von der damaligen Überlegenheit war an diesem Sonntag bei teilweise strömendem Regen nur phasenweise etwas zu spüren. Da der TSV Beyenburg jedoch am vergangenen Wochenende einen 3:2-Überraschungserfolg bei Jägerhaus-Linde hatte landen können, gingen die Platzherren selbstbewusst in die Partie gegen den Spitzenreiter, der zuletzt mit 4:0 gegen den ASV Wuppertal erfolgreich gewesen war. Griffig in den Zweikämpfen und zielstrebig nach vorn übernahmen die Platzherren das Kommando und hatten nach sechs Minuten die Doppelchance zum 1:0. Phillip Zivics Kopfball lenkte Union-Keeper Marcel El Hadra zur Ecke, ehe Zivic auf Zuspiel von Tim Hillebrand aus acht Metern vorbeischoss. Immer wieder überbrückten die Gastgeber schnell das Mittelfeld, versäumten aber, den letzten Pass sauber zu spielen. Zunehmend konnte sich Union befreien und selbst Offensivakzente setzen. Über Dogan Can und Serdar Özdemir spielten die Gäste gefällig nach vorn, erspielten sich aber keine echten Torchancen. Zu oft leisteten sich beide Mannschaften Stockfehler und Fehlpässe- Ein zerfahrenes Spiel war die  Folge. Nachdem Alper Tosun in der 32. Minute über den Ball getreten hatte, legte sich Phillip Jesinghaus den Ball zu weit vor, so dass auch diese Möglichkeit nicht von Erfolg gekrönt wurde. Mit dem Pausenpfiff vergab Alkan Sahingöz per Kopf die erste Union-Chance.

Die Gäste sollten auch nach der Pause die erste Chance durch Özdemir haben. Marvin Hinze im Beyenburger Tor vereitelte sie. Zahlreiche Standardsituationen auf beiden Seiten wurden nicht konzentriert genug ausgeführt, so dass sich vor den Toren wenig Zwingendes ergab.

Unions Stürmer Serafin Rossa drehte zwar im zweiten Durchgang etwas auf, konnte sich jedoch nicht entscheidend durchsetzen. Eine schöne Kombination der Gastgeber über Moritz Huth und Jannik Heymann konnte Jonas Klein ebenso wenig verwerten. Auf der Gegenseite scheiterte Ali Bayraktar (66.) und neun Minuten vor dem Ende Hillebrand dann wieder für die Gastgeber. Er köpfte das Leder knapp am Tor vorbei (81.). In der Schlussphase touchierte Ilker Topal mit einem Freistoß, nur die Latte. So blieb es beim insgesamt gerechten 0:0 in einer fairen Partie vor 50 Zuschauern.



Kreisliga A, Gruppe 2: FSV Vohwinkel II - Rot-Weiß Wülfrath 2:1 (1:0). „Wir sind glücklich, dass wir mit einer guten Leistung drei Punkte eingefahren haben und etwas aus dem Tabellenkeller gekrochen sind“, freute sich Füchse-Trainer Markus Schönfeld nach dem knappen Erfolg. Ein Garant für die drei Punkte war Co.-Trainer Marius Korpilla. Der 52-Jährige spielte von Anfang an und legte die beiden FSV-Treffer von Selim Göksel und Viktor Baudenbacher auf. „Er ist nicht nur ein sehr guter Co.-Trainer, sondern auch ein sehr guter Spieler“, meinte Schönfeld.

FK Jugoslavija - SC Velbert II 1:8 (1:2). „Der Gegner war heute deutlich stärker als wir, der Schiedsrichter hat uns aber auch verpfiffen“, war Jugoslavija-Trainer Jovo Nedic nach der deutlichen Heimpleite gegen den Tabellenführer sauer. Nedics Mannschaft musste nach zwei Ampelkarten (66. und 76.) zu Neunt weiterspielen und kassierte in den letzten zehn Minuten noch vier Gegentreffer. Das zwischenzeitliche 1:2 erzielte Hazim Dezic für die Gastgeber.