1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Lokalsport

Grün-Weiß Wuppertal geht als Favorit in die Kreisliga-Saison

Fußball Kreisliga A : Grün-Weiß Wuppertal geht als Favorit in die Kreisliga-Saison

Wie sind die Wuppertaler Teams in der Fußball-Kreisliga A zum Saisonstart aufgestellt? Teil eins unserer Übersicht.

Nach fast genau sechs Monaten Pflichtspielpause nehmen die Wuppertaler Kreisligisten am kommenden Sonntag den Spielbetrieb wieder auf. Wegen der weiter anhaltenden Corona-Pandemie hat sich der Kreis Wuppertal/Niederberg für die neue Saison dazu entschieden, die Kreisliga A in zwei Gruppen aufzuteilen. Freunde des Wuppertaler Amateurfußballs können den Fokus dabei fast komplett auf Gruppe 1 legen, wo ausschließlich Teams aus dem Tal um Auf- und Abstieg kämpfen.

Durch die insgesamt lediglich 20 Spieltage ist der Druck für die Vereine, ordentlich aus den Startlöchern zu kommen, deutlich größer als sonst, die Vorbereitung lief bei fast allen Vereinen nicht immer optimal. Die Meister beider Gruppen spielen in einem Entscheidungsspiel einen Aufsteiger aus, absteigen werden mindestens vier Mannschaften.

Die besten Karten auf den Platz an der Sonne in Gruppe 1 wird Grün-Weiß Wuppertal nachgesagt. Deren Trainer Clark Schworm ist bekanntermaßen kein Freund von Understatement: „Wir möchten Erster in unserer Gruppe werden und uns für das Aufstiegsspiel qualifizieren“, lautet Schworms klare Zielvorgabe. Am Höfen hat man die Mannschaft der vergangenen Saison verstärkt, muss aber aus verschiedenen Gründen auf die Neuzugänge Lionel Barisic, Hendrik Hoffmann und Thomas Isberner verzichten. „Das wären Säulen gewesen, deshalb tut uns das schon weh“, so Schworm vor dem Saisonstart gegen den TSV Ronsdorf II.

Bei den Zebras hat Daniel Meike das Traineramt an Sven Kaiser übergeben. Der war vier Jahre im Vorstand des TSV, konzentriert sich jetzt aber auf sein erstes Seniorenjahr als Trainer. Die enge Verzahnung zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie der U19 bleibt das Herzstück der Ronsdorfer, so wurden viele Spieler aus der U19 in die zweite Mannschaft hochgezogen. „Zudem haben wir einige, junge Burschen von außen dazugeholt mit dem Anreiz, sich vielleicht auch für die erste Mannschaft empfehlen zu können“, sagt Kaiser.

Der ebenfalls auf den Südhöhen beheimatete SSV Sudberg sieht sich für den Saisonauftakt beim ASV Wuppertal gerüstet. „Wir freuen uns riesig auf den Start und haben uns sehr gut verstärkt“, sagt Trainer Daniel Reuter. In der Vorsaison spielte den abstiegsgefährdeten Sudbergern der Saisonabbruch in die Karten. „Dieses Jahr soll aber ein Platz im gesicherten Mittelfeld her“, so Reuter. Beim letzten Härtetest gegen Bezirksligist SV Bayer gab es einen 2:1-Achtungserfolg.

Carsten Tracogna, Trainer des ASV Wuppertal, ist von einer Zielsetzung für die neue Saison weit entfernt. „Bei so vielen Neuzugängen müssen sich alle erst einmal zusammenfinden.“ Die Barmer hatten ihre Mannschaft aus der Bezirksliga zurückgezogen, der Neustart in der Kreisliga A erfolgt mit 27 neuen Spielern, von denen Alen Ruzic, Hasan Cöp oder Mahir Yildirim in der Vergangenheit aber schon einmal das blau-weiße Trikot übergestreift haben. „Wir hatten ein paar Anlaufschwierigkeiten, sind jetzt aber auf einem guten Weg“, gibt sich Tracogna zuversichtlich.

Dass dem TSV Union eine Rolle im Aufstiegskampf zugetraut wird, davon will Ünsal Bayzit nichts wissen. „Unsere Vorbereitung war nicht optimal, die Testspiele nicht berauschend, zudem haben wir einige angeschlagene Spieler“, so der Union-Trainer. An der Kaderqualität zweifelt Bayzit keinesfalls, weiß aber: „Das alles ist graue Theorie, wenn Du es nicht von Anfang an auf den Platz bringst“, meint der 49-jährige. Am Sonntag kommt es gleich zum Lokalderby gegen Aufsteiger FC 1919 – beide Fußballplätze trennen nur wenige Fahrtminuten.

Bei 1919 gehört Janes Boock zum Inventar und bleibt vermutlich auch weiterhin Kapitän. „Die Saison wird schwierig für uns, da die Vorbereitung nicht wie erwartet anlaufen konnte. Dennoch schauen wir nach vorne und freuen uns, dass es los geht“, so Boock. Ralf Bergmann und Mathias Pecl haben die Verantwortung an der Seitenlinie, mit Nils Römer (Torwart) und Phillip Gräf (Stürmer) haben zwei Leistungsträger den Verein verlassen. „Unser Kader ist recht klein, wir haben aber ein paar junge Neuzugänge dazu bekommen“, sagt der Kapitän. mkp

(mkp)