Große Hilfsbereitschaft für den in Not geratenen Regionalligisten

Wuppertaler SV : Erfolg bei Crowdfunding - Große Hilfsbereitschaft für angeschlagenen WSV

Die Crowdfunding-Rettungsaktion des WSV schlägt ein. Einen halben Tag, nachdem sie gestartet wurde, ist schon eine beachtliche Summe zusammengekommen.

Einen halben Tag, nachdem der Wuppertaler SV seine Crowdfunding-Aktion zur Rettung des Vereins gestartet hat, bei der bis 19. Januar 100 000 Euro zusammenkommen sollen, gibt es auf der entsprechenden Internetseite bereits Zusagen über fast 19 000 Euro von 365 Personen. Ob die Trainingseinheit mit WSV-Trainer Adrian Alipour für 150 Euro oder Spielertrikots von Kramer bis Hagemann, teilweise sind die Prämien bereits ausverkauft. Maria Nitzsche, Marketing-Vorstand und Geschäftsstellenleiterin, ist aber nicht nur deshalb überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die der Verein erfahre, seit er zu Wochenbeginn das Fehlen von 260 000 Euro bis Saisonende öffentlich gemacht und die akute Insolvenzgefahr dargestellt hat.

„Ich bekommen immer wieder auch private E-Mails von Fans mit Hilfsangeboten oder Ideen, wie etwa Mannschaftsfotos mit Spendern.“ Selbst Fußballfreunde aus Köln oder München hätten ihre Hilfsbereitschaft signalisiert, genauso wie trotz aller Diskussion um Stadionverbote die Ultras Wuppertal. Daneben gehe es natürlich mit der Sponsorenpflege weiter. Gut laufe vor allem das Micro Sponsoring Konzept (299 bis 999 Euro). Bis man Sponsoren ein aktualisiertes Konzept vorlegen könne, würde es ein wenig dauern. „Das können wir nicht über Nacht machen“, bitte sie um Verständnis. Dass für eine finanziell positive Zukunftsprognose in jedem Fall auch für die kommende Saison abgespeckt werden muss, hatte der Vorstand bereits deutlich gemacht.

Bis 20. Januar braucht der Vorstand offenbar belastbare Zahlen, um sich nicht einer möglichen Insolvenzverschleppung schuldig zu machen. Auch Maria Nitsche wäre als Vorstand dann mit in der Haftung.

Liga-Konkurrent SG Wattenscheid, der schon früher eine ähnliche Akltion gestartet hat, hat vier Tage vor deren Ende am Montag bisher rund 124 000 von benötigten 350 000 Euro zusammen.

(gh)
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