Gladiatoren auf Rollen mit viel Familiensinn

Gladiatoren auf Rollen mit viel Familiensinn

Erstes Kleinfeldturnier des RSC Cronenberg bietet Spaß und sportliche Leckerbissen.

Wuppertal. Martialisch war eigentlich nur der Name: Rollhockey Gladiators, was nichts anderes bedeuten sollte, als Kampf Mann gegen Mann (oder gegen Frau). Bei dem neuen Rollhockey-Event des RSC Cronenberg, das am Samstag erstmals auf dem Kleinfeld mit je zwei Spielern plus Torwart ausgetragen wurde, ging es dagegen eher familiär zu.

Die bundesdeutsche Rollhockeyfamilie, die in Cronenberg bekanntlich ihren Hauptstützpunkt hat, hatte sich bunt gemischt, wie etwa das Team „Rote Teufel“ bewies, in dem RSCer Benni Nusch mit Ex-RSCer Julian Brügmann auf Torejagd ging. Oder „Two and a half Men“ mit dem künftig jüngsten Bundesligaspieler des RSC, dem 16-jährigen Marcel Mierscheidt sowie Jan Henckels und Lars Nawratil vom Wuppertaler Nachbarn Moskitos. Zwei Damen boten die „Pink Ladies 11“ auf, bei denen RSC-Kapitän Beata Geismann und Nationalmannschaftskollegin Maren Wichardt (jetzt Iserlohn) so gekonnt aufspielten, dass man schon Lust auf die Damen-WM im Herbst bekam. Mit Ex-Friese Carsten Tripp im Tor blieben sie auch gegen die männliche Übermacht ungeschlagen, erreichten nur deshalb lediglich das Spiel um Platz fünf, weil sie in der Vorrunde dreimal Unentschieden spielten. Im Platzierungsspiel wirbelten sie das Team Beverly Hüls (zwei Torhüter spielten im Feld) nach allen Regeln der Kunst durcheinander.

Sportlich hochkarätig wurde es im Endspiel, in dem der Favoriten „Lords of war“ mit RSC-Torjäger Marco Bernadowitz, Neuzugang Liam Hages und Nationalkeeper Patrick Glowka gegen die Herringer Philipp Michler und Stefan Gürtler 1:2 unterlagen. Eine RSC-Vertreterin durfte sich aber doch in die Siegerliste eintragen: Torfrau Caroline Reintert war bei den Herringern eingesprungen, weil ein Keeper fehlte und machte zwischen den Pfosten auch bei knallharten Schüssen eine gute Figur. Aus dem dreiteiligen Wanderpokal — frei nach „Gladiators“ Helm, Schwert und Schild — wählte sie anschließend den Helm, den sie nun ein Jahr behalten darf.

„Im kommenden Jahr wollen wir mit 24 Teams über zwei Tage spielen. Es haben sich bereits viele bei mir gemeldet, die dann auf jeden Fall mitmachen wolllen“, sagte Turnierorganisator und RSC-Coach Sven Steup. Mit seiner Lebensgefährtin Claudia Netthövel war der Ex-Fußballer übrigens auf Platz sieben von elf Teams gelandet.

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