Gladbach sieht das WSV-Spiel als Pokal-Test

Gladbach sieht das WSV-Spiel als Pokal-Test

Neun Leistungsträger fehlen der Borussia, die aber dennoch auf eine starke Elf aufbieten kann.

Wuppertal. Platz neun in der Bundesliga, im DFB-Pokal bis ins Halbfinale und in der Europa League bis ins Achtelfinale vorgedrungen. Es gibt schlechtere Saisons, zumal das Aus in den Cup-Wettbewerben auch noch ohne Niederlage (Elfmeterschießen beziehungsweise Auswärtstor-Regel) recht unglücklich geschah. Und dennoch schienen die Fans von Borussia Mönchengladbach irgendwie unzufrieden. In den vergangenen fünf Jahren viermal die Europapokal-Qualifikation geschafft zu haben (davon zweimal sogar für die Champions League) hat Begehrlichkeiten geweckt.

Ob diese in der kommenden Saison gestillt werden können, bleibt abzuwarten. Immerhin verließen mit Innenverteidiger Andreas Christensen (nach Leih-Ende zurück zu Chelsea London), Mittelfeld-Regisseur Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund) und Angreifer André Hahn (HSV) drei Leistungsträger den Verein. Nicht nur Manager Max Eberl aber hofft, dass sie durch die Zugänge Matthias Ginter (BVB), Denis Zakaria (Young Boys Bern) und Vincenzo Grifo (in der vergangenen Saison neun Treffer und 13 Tor-Vorlagen für den SC Freiburg) ersetzt werden können. „Wenn es geht, dann wollen wir 2018 besser als auf Platz neun enden“, sagte Eberl.

Wie stark die „Fohlenelf“ sein könnte, lässt sich im ersten Testspiel der Vorbereitung beim Wuppertaler SV (heute, 16 Uhr, Stadion am Zoo) allerdings nicht bestimmen. Mit Torhüter Sommer sowie Ginter, Vestergaard, Zakaria, Bénes, Johnson, Traoré, Stindl und Hazard fehlen neun Akteure, die wegen Länderspielen noch im Urlaub weilen. Zudem fallen Doucouré, Drmic und Villalba wegen Verletzungen aus.

Dass der Kader aber zumindest in der Breite gut besetzt ist, zeigt die vermeintliche Formation, die beim WSV beginnen könnte: Sippel — Jantschke, Elvedi, Kolodziejczak, Wendt — Strobl, Kramer — Herrmann, Hofmann, Grifo — Raffael. „Wir freuen uns auf diese Partie“, sagte Co-Trainer Dirk Bremser und ergänzte: „Der WSV ist ein Traditionsverein und spielt in der gleichen Liga wie unser Pokal-Gegner Rot-Weiss Essen. Auch aus diesem Grund ist dieser Test sehr wertvoll für uns.“

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