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Spiel des Tages: Germania lässt sich nicht beirren

Spiel des Tages : Germania lässt sich nicht beirren

Bezirksligist gleicht gegen starken ASV Mettmann zweimal einen Rückstand aus - 2:2.

Mit einem gerechten 2:2 endete am Sonntag das Bezirksliga-Duell zwischen dem SSV Germania und dem ASV Mettmann. Im Gegensatz zu den meisten Amateurteams, deren Spiele vor einer Woche wegen Sturm Sabine ausgefallen waren, war es für beide bereits die zweite Partie nach der Winterpause. Germania hatte am Vormittag des Sabine-Sonntags bei der SSVg Velbert U 23 mit 2:4 verloren, der ASV Mettmann bereits am Freitagabend davor in Dabringhausen 1:1 gespielt.

Ex-Ronsdorf Coach Daniele Varveri ist seit November 2019 beim ASV Mettmann verantwortlich, holte unter anderem Ozan Tatli und Adem Kanber vom ASV Wuppertal und Mirza Mujkanovic und hatte seine Mannschaft sehr offensiv eingestellt.

Das Team von SSV-Trainer Damian Schary, das in fünf Partien zuvor nur zwei Punkte eingefahren hatte, musste erneut auf zahlreiche Akteure verzichten, konnte von den Neuzugängen lediglich Marvin Mühlhause aufbieten. Der war an vielen Aktionen beteiligt und deutete an, dass er eine Verstärkung ist.

Im ersten Durchgang kamen die Hausherren nur schwer in die Partie. Beim frühen 0:1 (6.) fälschte Kapitän Jannick Weitzel den Ball ins eigene Tor ab. Claudio Bemba wirbelte auch in der Folgezeit, scheiterte jedoch, wie der starke Bujar Tahiraj an SSV-Keeper Justin Herkenrath. Das 0:2 schien ein Frage der Zeit, als es in der 22. Minute plötzlich auf der Gegenseite „klingelte“: Der früh eingewechselte Felix Isenberg hatte auf der rechten Angriffsseite seinen Gegenspieler ausgetanzt und Christian David bedient, der das Spielgerät ins lange Eck schlenzte.

Nur vier Minuten später konnten die Germanen nicht entscheidend klären und Tahiraj bedankte sich für die Einladung. Die Gäste agierten besonders in der ersten halben Stunde druckvoll, pressten früh und verteidigten hoch, vergaßen aber, sich zu belohnen. Nachdem David sechs Minuten vor der Halbzeit im Strafraum gefoult worden war, verwandelte Mario Filai den fälligen Strafstoß zum zur Pause schmeichelhaften Ausgleich.

Wesentlich entschlossener und zweikampfstärker gestalteten die Germanen die Partie im zweiten Durchgang offen, kauften dem ASV Mettmann den Schneid ab und besaßen ihrerseits Chancen zum Siegtreffer. Etwa in der 87. Minute, als Mühlhauses Freistoß soeben entschärft werden konnte. „Unter dem Strich ist das 2:2 gerecht“, resümierte Schary, während Varveri haderte: „In der ersten Halbzeit dürfen wir die Gegentore nicht bekommen und müssen viel mehr daraus machen.“